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Zebrafink

ZebrafinkWissenschaftliche Bezeichnung:
Taeniopygia guttata

Natürliche Verbreitung:
Australien

Der australische Zebrafink ist ein ca. 11 cm langer und rund 12 g leichter Kleinvogel, der seinen Namen der Zebrazeichnung auf der Brust und der schwarz-weißen Schwanzbänderung verdankt. Während das Weibchen nur an seinem Tränenstrich und der erwähnten Schwanzbänderung zu erkennen ist, weist das ganzjährige Prachtkleid des Männchens zusätzlich Wangenflecken auf, eine waagerechte schwarz-weiße Kehlstreifung, die in ein breites Brustband übergeht, und weiß getupfte braune Flanken. Der blaßorange Schabel des Weibchens ist überdies beim Männchen kräftiger rot, und er läßt ganzjährig seinen lauten Balzgesang hören.

Verwandtschaft: Zebrafinken gehören zu den "Prachtfinken" (Estrildidae), die mit rund 130 Arten in 49 "Gattungen" über Afrika (südlich der Sahara) und Madagaskar, Süd- und Südostasien bis nach Neuguinea, Australien und viele Inseln Ozeaniens verbreitet sind; die Prachtfinken wiederum gehören mit zahlreichen anderen "Familien" (z. B. den echten Finken, Meisen, Raben, Schwalben, "Webern" etc.) zur "Ordung" der Sperlingsvögel bzw. "Unterordnung" der "Singvögel". Aus menschlicher Sicht zeichnen sich Prachtfinken allerdings weniger durch prächtigen Gesang als vielmehr durch ihr meist prächtiges Federkleid aus – daher der Name. Vom Zebrafinken gibt es zwei Unterarten: Der uns bekannte australische Zebrafink Taeniopygia guttata castanotis entspricht weitgehend unserem wildfarbenen grauen Farbschlag, hat aber noch jene leuchtend rote Iris, an der man den wildlebenden Vogel auf Fotos leicht erkennen kann. Die zuerst entdeckte "Nominatrasse" (Taeniopygia guttata guttata) auf den Kleinen Sundainseln und Nachbarinseln nördlich von Australien ist etwas kleiner, besitzt eine viel schmaleres Brustband und eine kaum ausgeprägte Zebrazeichnung auf der Brust. Man nimmt an, daß die Insel-Zebrafinken einst aus Australien kamen.

Verbreitung: Der Zebrafink ist auf dem "Fünften" oder "Roten Kontinent", wie Australien auch genannt wird, von allen Prachtfinken am weitesten verbreitet: Abgesehen von den tropischen Regenwäldern und Küsten des Nordostens, den im Winter kalten und feuchten Küstenstrichen im Süden und den geschlossenen Waldgebieten im Osten besiedelt er den ganzen Kontinent. Das hat Gründe: Als Steppenvogel kommt er mit der erbarmungslosen Trockenheit und selbst den tiefen Temperaturen des kontinentalen australischen Klimas durchaus zurecht, solange letztere nicht unter ca. 6° Celsius (fürs Brüten ca. 12°C) sinken; er meidet aber Nässe: Im tropischen Norden ist diese zu extrem, so daß er ihr in der Regenzeit nach Süden ausweichen muß, im Süden hingegen fällt der nötige Regen nur im Winter, wenn es zum Brüten zu kalt ist. Was Zebrafinken brauchen, sind mäßige Niederschläge wie sie am Anfang und Ende der Regenzeit und vor allem im regenarmen outback vorkommen. Da der Regen dort aber sehr unregelmäßig (manchmal gar nicht!) fällt, mußte sich der Zebrafink dem durch ganzjährige Paarungs- und Brutbereitschaft und hohe Mobilität anpassen: Er beginnt schon nach den ersten Regenschauern mit der Balz, da schon wenig später die Gräser blühen und Samen produzieren; und wenn der Regen zu lange auf sich warten läßt, muß er ihn suchen. Dieses Verhalten entspricht dem des Wellensittichs, mit dem er sich den Lebensraum teilt, und macht ihn in Gefangenschaft so leicht züchtbar: Da bei guter Haltung die Brutbedingungen ganzjährig ideal sind, würde er am liebsten auch das ganze Jahr lang brüten!

Nahrungsaufnahme: Obwohl Zebrafinken lange ohne Wasser auskommen, sind sie im australischen Busch doch stets in der Nähe der wenigen Wasserstellen zu finden. Eine ideale Anpassung an diese Situation ist das "Saugtrinken": Die Vögel schöpfen nicht minutenlang Wasser, indem sie immer wieder den Schnabel anheben und so das Wasser in die Kehle rinnen lassen: Statt dessen tauchen sie den Schnabel nur kurz ein, saugen einige Male kräftig und fliegen dann sofort wieder ab; Freßfeinden bleibt so kaum eine Chance! Viel Zeit muß ein Zebrafink mit der Futtersuche verbringen: Er frißt vor allem Grassamen, die er entweder einzeln aus den Ähren reißt oder vom Boden aufpickt. In der Brutzeit werden am Boden und in der Luft auch Insekten erbeutet.

Sozialverhalten: Zebrafinken leben nicht einzeln, sondern sozial in Schwärmen von 50–100 Tieren, die wiederum aus Kleingruppen von wenigen Paaren bestehen. Partner halten untereinander und mit den Jungen Körperkontakt, nur die Männchen im Prachtkleid halten Abstand zueinander. Die Vögel brüten in Kolonien, in denen nur die unmittelbare Umgebung des Nestes als Revier verteidigt wird.

Brutverhalten: Geschlechtsreife Zebrafinken verpaaren sich fürs ganze Leben, nur der Tod des Partners führt zu erneuter Paarbildung. Während des Nestbaus zeigen wildlebende Zebrafinken eine ausgefeilte Balz mit verschiedenen Körperhaltungen, Drehungen, Verbeugungen und Sprüngen und den Gesangsstrophen des Männchens; schließlich fordert das Weibchen mit senkrecht vibrierendem Schwanz zur Paarung auf. Angesichts der meist spärlichen und niedrigen Vegetation seiner Steppenhabitate (= Wohnräume) kann der Zebrafink bei der Wahl eines Nistplatzes nicht wählerisch sein: Er brütet im dornigen Gezweig von Bäumen und Sträuchern, in Baumhöhlen und manchmal sogar in Erdhöhlen! Das Männchen zeigt mit speziellen Lockrufen seiner Partnerin einen Standort, den diese dann akzeptiert – oder auch nicht. Das kugelförmige Nest wird überwiegend vom Männchen aus Grashalmen gebaut und mit weichem Gras und Blütenflaum und schließlich Federn und Wolle ausgepolstert. Typisch ist die seitliche Öffnung, die durch eine kurze Eingangsröhre geschützt ist. Das Gelege besteht aus meist fünf weißen Eiern, die von beiden Partnern bebrütet werden; nach 12,5 bis 16 Tagen schlüpfen innerhalb von 36 Stunden die Nestlinge, die wieder von beiden Eltern gefüttert werden und nach mindestens 22 Tagen erstmals das Nest verlassen. Die zunächst noch grauen Jungvögel färben sich schnell um und sind im Alter von fünf bis sechs Wochen selbständig, obwohl die Eltern sie oft noch einige Zeit lang füttern.

Quelle: www.zebrafink.de

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