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Anoa

AnoaWissenschaftliche Bezeichnung:
Bubalus

Natürliche Verbreitung:
Philipinen

Der Anoa oder Gemsbüffel kommt in 2 Arten auf Celebes vor: dem Tiefland-Anoa (Bubalus depressicornis) und dem Berg-Anoa (Bubalus quarlesi).

Gestalt Anoas sind die kleinsten und ursprünglichsten der heute noch lebenden Wildrinder. Die Gestalt ist die eines zierlichen Rindes mit schlanken, mittelhohen Beinen und einem zur Schnauze hin verschmälerten Schädel. Die kurzen Hörner sind flach zusammengedrückt (»depressicornis« heißt: mit zusammengedrücktem Horn) und weisen nach hinten. Jungtiere haben ein wolliges, gelbbraunes Fell. Erwachsene besitzen ein kürzeres rot- und dunkelbraunes Fell sowie an Kopf, Hals, Rumpf und Beinen antilopenartige weiße Abzeichen. Erwachsene Tiere riechen nach Moschus. Die Schulterhöhe des Anoa beträgt 60-100 cm, sein Gewicht 150-300 kg.

Lebensraum Während der Tiefland-Anoa in den sumpfigen Niederungen von Celebes lebt, bewohnt der Berg-Anoa die feuchten Regenwälder des Berglandes.

Lebensweise Anoas leben als Kulturflüchter scheu und zurückgezogen in ihren schwer zugänglichen Lebensräumen. Man findet sie meist paarweise. Wenn das Weibchen ein Kalb setzt, zieht es sich zurück. Die Männchen können auch dem Menschen gegenüber aggressiv werden, das gilt besonders für die Gefangenschaft. Wie viele asiatische Büffel gehen Anoas gern ins Wasser und können sich, weitgehend untergetaucht, stundenlang dort aufhalten. Die Stimme des Anoa - ein Blöken, das wie ein Stöhnen klingt - ist nur selten zu hören.

Fortpflanzung Über die Vermehrung des Anoa ist man durch Beobachtungen in der Gefangenschaft unterrichtet. Die Tragzeit beträgt etwa 295 Tage. Kälber kommen das ganze Jahr über zur Welt, doch häufen sich die Geburten im März. Von einer festen Brunstzeit kann also keine Rede sein. Wie alle Rinder hat die Anoa-Kuh 4 Zitzen.

Nahrung Vegetarische Kost wie Gräser, Sumpf- und Wasserpflanzen sind die Hauptnahrung des Gemsbüffels.

Gefährdung Celebes wird in zunehmendem Maße entwaldet, Sümpfe werden in Reisfelder verwandelt. Der Lebensraum der Anoas wird dadurch immer mehr eingeschränkt. Obwohl diese Tiere durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt sind, werden sie immer wieder gewildert. Anoas sind heute vom Aussterben bedroht.

Gefangenschaft Die Anoas der Zoologischen Gärten sind in einem Zuchtbuch erfaßt, damit das Überleben dieses kleinsten Rindes wenigstens in Gefangenschaft gewährleistet ist.


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