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Buntspecht

BuntspechtWissenschaftliche Bezeichnung:
Picoides major

Natürliche Verbreitung:
Nadel-, Misch- und Laubwälder

Der Große Buntspecht ist die häufigste Art seiner Gattung und wohl »der Specht« schlechthin. Er bewohnt in vielen Unterarten die Nadel-, Misch- und Laubwälder fast ganz Europas, Nordafrikas und Asiens vom Mittelmeer bis Japan und Sibirien. In der Nähe des Menschen siedelt er auch in Parkanlagen und Gärten. Lebhaft schwarz-weiß gezeichnet, unterscheiden sich die Geschlechter durch den roten Genickfleck des Männchens. Im Jugendkleid ist bei beiden die später schwarze Scheitelplatte noch leuchtend rot, sie sind dann dem Mittelspecht (Picoides medius) ähnlich.

Rufe Buntspechte fallen durch ihr Balztrommeln im Frühjahr auf, bei dem Männchen und Weibchen mit ihren Schnäbeln bis zu 10mal in der Sekunde gegen einen hohlen Baum oder Ast schlagen, so daß es weithin schallt. Ansonsten sind sie nicht so ruffreudig wie der Schwarzspecht, lassen aber ein längeres Schnarren hören, wenn sie aufgeschreckt abfliegen.

Nahrung Im Frühjahr und im Sommer vertilgen die Buntspechte große Mengen an Insekten und ihren Larven, darunter auch viele Forstschädlinge. Im Herbst und im Winter gehen sie immer mehr zu pflanzlicher Nahrung über. Auffallend sind die Spechtschmieden, an denen die Vögel Kiefern- und Tannenzapfen in eine Rindenspalte klemmen, um die Samen herauszuhämmern. Außerdem suchen sie Nüsse, Eicheln, auch Obst und Knospen. Buntspechte »ringeln« während des Frühjahrs gerne, d. h. sie schlagen Löcher in die Rinde junger Bäume, von denen dann der austretende süße Saft abgeleckt wird.

Reviere Bis auf ihre nördlichen Unterarten, die in strengen Wintern dem Nahrungsmangel in ihren heimischen Revieren weit südwärts ausweichen können, verbringen Buntspechte ihr ganzes Leben (bis zu 8 Jahren) als Standvögel in einem relativ kleinen Gebiet. Die Reviergrößen und Standorte unterliegen je nach Nahrungsangebot und Siedlungsdichte größeren Schwankungen.

Andere Arten Der dem Buntspecht sehr ähnliche Blutspecht (Picoides syriacus) dringt neuerdings aus Südeuropa weiter nach Norden vor. Beide Arten mischen sich in einigen Gebieten miteinander. Als weitere »Buntspechte« derselben Gattung leben der Mittelspecht (P. medius), der Kleinspecht (P. minor) und die größte Art, der Weißrückenspecht (P. leucotos, Osteuropa) im europäischen Verbreitungsgebiet des Buntspechts. Sie sind einander in den Gefiederfarben und ihrer Lebensweise weitgehend ähnlich. Auch Nord- und Mittelamerika bewohnen mehrere einander ähnliche Arten der Gattung Picoides.

Gefährdung Der zur selben Gattung gehörende Dreizehenspecht (Picoides tridactylus) steht bei uns auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

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