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Schneeammer
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Habicht

HabichtWissenschaftliche Bezeichnung:
Accipitridae

Natürliche Verbreitung:
Europa

Der Habicht - im Wald lauert der graue Tod

Eine recht makabere Bezeichnung für einen Vogel, einen Greifvogel, vielerorts bekannt unter dem volkstümlichen unehrenhaften Namen Hühnerhabicht. Gemeint ist hier der zur Zeit kräftigste Greifvogel unseres Gebietes, der Habicht. Das bis zu 1.500 g schwere Weibchen ist tatsächlich in der Lage, Beute bis zur Hühnergröße zu bewältigen. Die Hauptnahrung der Vögel besteht jedoch überwiegend aus Tauben, Rabenvögeln sowie einigen Säugern, wie z.B. Kaninchen. Die Jagdtechnik gleicht seinem kleineren schnittigeren Bruder, dem Sperber. Mit hoher Geschwindigkeit nähert sich der Habicht seiner Beute, um sie dann mit den kräftigen sogenannten Fängen im Flug oder dicht über dem Boden zu erhaschen. Wie auch beim Sperber ist hierbei der Jagderfolg nur dürftig. Dieser hängt auch sehr stark von der Konstitution der Beute ab. Geschwächte Tiere werden wie auch bei anderen Greifvogelarten eher zur Beute des Habichts. Der Habicht galt längst als Konfliktpunkt unter Taubenzüchtern, Jägern, Bauern u.a., als 1976 die ganzjährige Schonzeit für den Habicht in Kraft trat. Die Bestände hatten bis zu diesem Zeitpunkt drastische Abnahmen zu verzeichnen, in erster Linie wie beim Sperber durch hohe Giftanteile in der Beute und somit Giftanreicherung im eigenen Körper, außerdem durch ständige Verfolgung. Mittlerweile konnten sich wie auch beim Sperber die Bestände wieder erholen. Die Bestände werden alljährlich von Fachleuten kontrolliert, um die Bestandsentwicklung für die Nachwelt zu belegen.

Oft kann man im zeitigen Frühjahr die Balz der beiden Partner überm Brutrevier, meist Altbaumbestände, beobachten. Die Habichte bauen einen beachtlichen Horst, der mitunter 1,50 Meter im Durchmesser betragen kann. Im Horst werden vom Weibchen zwei bis vier Jungvögel erbrütet, von denen bekannt ist, daß bei Nahrungsknappheit Kannibalismus auftritt. Allgemein haben Greifvögel im ersten Lebensjahr sehr hohe Verluste, so auch der Habicht. So erreicht nur meist ein Jungvogel das zweite Lebensjahr. Genau zu diesem Zeitpunkt wechselt der Vogel sein Gefieder und bekommt endlich seine für ihn typische Querbänderung auf dem gesamten Brustbereich. Zuvor aber muß er sich mit einer schlichten rostbraun unterlaufenen Längstüpfelung zufriedenstellen. In Gefangenschaft gehaltene Tiere konnten über 20 Jahre alt werden.

Der Habicht kann wie alle Greifvögel seinen Kopf um 180° nach hinten drehen und kann damit von seinem Sitzplatz aus die ganze Umgebung beobachten.

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