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Sotalia
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Lar

LarWissenschaftliche Bezeichnung:
Hylobates lar

Natürliche Verbreitung:
Asien

Der Lar oder Weißhandgibbon besiedelt in mehreren Unterarten ein großes Gebiet, das Thailand, die malaiische Halbinsel und die Sundainseln umfaßt.

Färbung Das Fell des Lar ist weniger dicht als beim Hulock, und seine Farbe reicht von Schwarz über bräunliche Töne bis Gelblich. Das unbehaarte, schwarzhäutige Gesicht ist von hellen Haaren umrahmt, und die Oberseiten der Hände und Füße sind weiß.

Verhalten In den Urwäldern von Thailand hat man das Freilandleben von Weißhandgibbons studiert und gefunden, daß sie einen erstaunlich geregelten Tagesablauf einhalten. Um sechs Uhr ist gemeinsames Erwachen, dem eine gute Stunde lang das Heulkonzert folgt, bei dem die jeweilige »Ua-ua-uuuh«-Folge mit einem schnalzenden Triller schließt. Danach begibt man sich von den Schlafbäumen zu den Nahrung spendenden Bäumen, oft am Rande des Reviers. Dort kann es dann durchaus vorkommen, daß benachbarte Trupps ebenfalls auftauchen und von denselben fruchtenden Bäumen ihr Frühstück ernten.

Ernährung Die Nahrung umfaßt neben Knospen, Blüten und Früchten auch Insekten, kleinere Wirbeltiere und Vogeleier. Vögel im Fluge werden manchmal geschickt erbeutet. Gibbons trinken, indem sie sich an ihren langen Armen, an Zweigen hängend, zum Wasserspiegel hinunterlassen, den Handrücken eintauchen und das Wasser aus den Haaren heraussaugen. Vor dem Wasser selbst haben sie offenbar Angst, und sie ertrinken in ihm, weil sie keinerlei Schwimmversuche machen und sich ihr Fell rasch vollsaugt.

Nach dem ausgedehnten Frühstück zieht sich die aus allenfalls Großfamilien bestehende Gruppe zu ihrem Territorium zurück, wo gegen Mittag die größte Tropenhitze ruhend verbracht wird. Der Nachmittag gehört dann noch einmal der Wanderung zu den Futterbäumen im »Niemandsland« zwischen den Revieren, und mit gefüllten Mägen geht es bei Einbruch der Dunkelheit wieder in Richtung Schlafbäume.

Unterarten Man kann in dem großen Verbreitungsgebiet mehrere Unterarten unterscheiden, die von manchen Autoren auch als eigene Arten angesehen werden: der Silbergibbon (Hylobates lar moloch) von der Insel Java, der Graue Gibbon (Hylobates lar muelleri) von der Insel Borneo, der Schlankgibbon (Hylobates las agilis), anzutreffen auf Sumatra und Borneo, und der Kappengibbon (Hylobates lar pileatus).

Gefährdung Der Lar ist in seinen sämtlichen Unterarten gefährdet, der Silbergibbon ist bereits vom Aussterben bedroht.

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