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Nasenaffe
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Nashorn

NashornWissenschaftliche Bezeichnung:
Rhinocerotidae

Natürliche Verbreitung:
Afrika

Die vier heute noch lebenden Gattungen der Nashörner sind wie die rezenten Tapire nur ein verschwindender Rest einer einstmals vielfältigen und weitverbreiteten Tiergruppe.

Stammesgeschichte Bereits zu Beginn des Tertiärs lebten die ersten echten Nashörner. Vor 40 Millionen Jahren gab es - allerdings nur tapirgroße - Vorfahren des Sumatranashorns, und in der zweiten Hälfte des Tertiärs waren die Vorfahren des Panzernashorns bereits weit verbreitet. Allgemein ist zu sagen, daß die vier Gattungen der heute noch lebenden Nashörner (Breitlippennashorn, Spitzlippennashorn, Panzernashorn, Sumatranashorn) jedoch nicht allzu eng miteinander verwandt sind, also keineswegs etwa den systematischen Status einnehmen, wie er zwischen Asiatischen und Afrikanischen Elefanten gilt.

Gestalt Nashörner sind von gedrungener Gestalt, mit einer Schulterhöhe zwischen einem und zwei Metern. Am großen, schweren Kopf sitzen ein oder zwei nicht mit dem Knochen verwachsene Hörner über dem Nasenbein.

Entgegen einer früher weitverbreiteten Meinung bestehen diese Hörner nicht aus verwachsenen Haaren, sondern ähneln in ihrer Struktur vielmehr dem Horn der Pferdehufe. Mikroskopische Bilder zeigen nämlich, daß die einzelnen Fasern des Hornes, die man früher für Haare gehalten hat, nicht von einem Schutzhäutchen umgeben sind, wie dies für Haare typisch ist. In seiner Schichtstruktur gleicht das Horn der Nashörner weder dem Haar noch dem Horn der Wiederkäuer. Da keine feste Verbindung zwischen Horn und Nasenbein vorhanden ist, reißen die Hörner leicht ab, werden aber bei noch nicht zu alten Tieren auch relativ schnell wieder nachgebildet.

Neben einem sehr schlechten Gesichtssinn verfügen die Nashörner über einen ausgezeichneten Geruchssinn und ein gutes Hörvermögen. Um dies zu gewährleisten, sind die Ohren ziemlich groß und an ihrer Wurzel gut beweglich.

Der massige Rumpf ruht auf kurzen, stämmigen Gliedmaßen, die in dreizehigen Füßen enden. Als Spitzengänger belasten die Tiere hauptsächlich die mittlere Zehe, die entsprechend vergrößert ist. Alle Zehen sind mit breiten Nägeln besetzt. Die miteinander verwachsenen Zehenballen werden von einer elastischen Sohle aus derber Hornschicht geschützt. Der fast fersenlange Schwanz wird in Erregung nach aufwärts geringelt getragen. Die spärlich behaarte oder meist nackte Haut ist derb und faltig und entweder glatt oder mit nietenartigen Hornbuckeln versehen (Panzernashorn).

Verwandtschaft Die vier Gattungen, von denen sich die der Panzernashörner in zwei Arten aufteilt (Javanashorn), leben mit zwei Gattungen (zu je einer Art) in Afrika (Breitlippen-, Spitzlippennashorn); der Rest lebt in Süd- und Südostasien.

Bestand Kaum eine Gruppe von Großwildtieren ist in ihrer Gesamtheit so bedroht wie die Familie der Nashörner. Seit der Mensch Tiere jagt, zählen auch Nashörner zu seiner Beute. Weniger als Fleischlieferanten haben diese zweitgrößten Landsäuger eine traurige Bedeutung erlangt, sondern in vielerlei mystischer und abergläubischer Hinsicht.

Die Tatsache, daß immer wieder horrende Preise für das Horn dieser Tiere bezahlt werden, läßt professionelle Wilderer - trotz schärfster Schutzbestimmungen - noch immer Jagd auf Nashörner machen. Obwohl die Wildhüter in vielen afrikanischen Ländern massiv gegen Wilderer vorgehen, töten diese Nashörner, wo immer sie welche ausfindig machen können. Neuartige Untersuchungen konnten übrigens die angeblichen Wunderkräfte des Nashornhornes in keiner Weise bestätigen. Es sind also Tausende von Nashörnern einen nicht nur traurigen, sondern überaus sinnlosen Tod gestorben - und viele werden diesen Tod in Zukunft noch erleiden. Will man die Tiere vor dem drohenden Aussterben bewahren, darf man daher auch ungewöhnliche Methoden, wenn sie denn Erfolg versprechen, nicht verschmähen. Auch eine weltweite Aufklärungskampagne könnte sinnvoll sein.

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