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Teufelsrochen
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Scholle

ScholleWissenschaftliche Bezeichnung:
Pleuronectes platessa

Natürliche Verbreitung:
europäische Küsten

Die Scholle ist nicht nur der bekannteste, sondern auch der wirtschaftlich wichtigste Vertreter der Plattfische. Im Gegensatz zur Flunder hat sie eine völlig glatte Oberfläche. Auf dem Kopf erhebt sich zwischen den Augen ein Kamm mit 4-7 Knochenhöckern. Die stets rechtsäugige Scholle zeichnet sich auf der oliv- bis rotbräunlichen Augenseite durch zahlreiche, linsengroße, orangefarbene Flecken aus (»Goldbutt«). Noch bis in die 1920er Jahre konnte man gelegentlich bis knapp 1 m lange Schollen fangen, die ein Gewicht von maximal 7 kg erreichten und etwa 50 Jahre alt waren. Heute sind Tiere von 60-70 cm größte Seltenheiten; die Durchschnittslänge liegt zwischen 25 und 40 cm.

Verbreitung Die Scholle ist ein Grundfisch, der in den Küstengewässern auf Sand- und Tonböden bis in Tiefen von 200 m lebt. Dabei findet man die jungen Schollen in den Gezeitenzonen flacher Strände; mit zunehmendem Alter wandern sie in tiefere Wasserschichten. Das Verbreitungsgebiet reicht vom Weißen Meer sowie von Island und der Südspitze Grönlands über die europäischen Küsten, einschließlich Nord- und Ostsee bis ins westliche Mittelmeer.

Lebensweise Schollen sind Herdenfische, die besonders nachts auf Nahrungssuche gehen. Sie ernähren sich von kleinen Muscheln, die mit den Schlundzähnen zerkleinert werden, sowie von kleinen Krebsen, Schlangensternen und Borstenwürmern. Sie unternehmen weite Nahrungs- und Laichwanderungen.

Fortpflanzung Die Weibchen werden im 5.-6. Lebensjahr, die Männchen ein Jahr eher geschlechtsreif. Eines der bevorzugten Laichgebiete ist die »Tiefe Rinne« vor der holländisch-belgischen Küste. Von Januar bis März legt jedes Weibchen 50 000-500 000 Eier ab, die frei im Wasser treiben. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach 10-20 Tagen. Sie leben zunächst im freien Wasser und ernähren sich von Plankton. Bei einer Länge von 12-14 mm ist die Verwandlung zum rechtsseitigen Plattfisch abgeschlossen. Die Jungen gehen dann zum Bodenleben über.

Wirtschaftliche Bedeutung Der Schollenfang wird hauptsächlich mit Grundschleppnetzen und Drehwaden, aber auch in Stellnetzen betrieben. Schollen kommen vorwiegend als Frischfisch in den Handel.

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