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Kasuare
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Star

StarWissenschaftliche Bezeichnung:
Sturnus vulgaris

Natürliche Verbreitung:
Europa

In West- und Südeuropa sind die Stare Standvögel; die Populationen des osteuropäischen und asiatischen Verbreitungsraumes beziehen in den Mittelmeerländern (bis Nordafrika) und Südwestasien ihre Winterquartiere. Im Laufe dieses Jahrhunderts hat sich die Art gerade in Nord- und Westeuropa erheblich ausgebreitet, was auf der einen Seite mit dem Anstieg der mittleren Jahrestemperatur, auf der anderen Seite jedoch mit seinem Verhalten als Kulturfolger zusammenhängt. Der Star konnte ja auch an vielen Stellen, z. B. Nordamerika, Südafrika und Australien, erfolgreich eingebürgert werden. Die unterschiedlichsten Lebensräume wurden besiedelt.

Lebensweise Sicher kommen lichte Wälder, mit Grasflächen durchmischt, den Bedürfnissen der Stare am ehesten entgegen. Sie sind aber ebenso im Kulturland, auf Wiesen, Äckern und in Gärten heimisch. Ihre Nahrung setzt sich aus Insekten und ihren Larven, Schnecken und Würmern zusammen; sie wird gern durch saftige Früchte und Beeren ergänzt. Die tierische Nahrung suchen die Stare vorwiegend am Boden. Hier ist eine typische Verhaltensweise zu beobachten. Die Vögel bohren den Schnabel in den weichen Boden und sperren ihn dabei auf, um die so entstandene Grube zu erweitern (sie »zirkeln«). Die Beute wird dann mit der Zunge aufgespürt.

Gestalt Nach der Mauser im Spätsommer enden die Federn in weißen Spitzen, so daß man die Tiere geradezu als »Perlstare« bezeichnet. Im Verlauf des Winters nutzen sich die Spitzen wieder ab, und zur Brutzeit tragen die Vögel ein schwärzliches Gefieder mit metallischem Glanz. Im Frühling wird auch der dunkelblaue Schnabel leuchtend zitronengelb.

Brut Das Starenmännchen sucht zu Beginn der Fortpflanzungszeit eine geeignete Nisthöhle auf und verteidigt seinen Besitz durch typische Verhaltensweisen, die der Balz gegenüber dem Weibchen vergleichbar sind. Wohl jeder hat schon einen Star auf einem erhöhten Punkt über seiner Niststätte sitzen sehen, wenn er flügelschlagend sein Lied singt. Dabei ahmt er gern die Stimmen anderer Vögel nach. Das Männchen beginnt auch schon früh, Halme und Blüten einzutragen, bis sich ein Weibchen dazugesellt. Dieses übernimmt dann den eigentlichen Nestbau. Die ersten Gelege sind gegen Ende April zu finden; sie bestehen meist aus 4 -6 hellblauen oder blaugrün-glänzenden Eiern. Bei der Brut lösen sich die Geschlechter häufig ab. Nach dem Schlüpfen bleiben die Jungen noch etwa 3 Wochen im Nest und müssen von beiden Altvögeln eifrig gefüttert werden. Aber auch bei den ersten Ausflügen verlangen sie noch ständig die elterliche Pflege.

Wanderzüge Schon während der Brutzeit versammeln sich die Männchen abends zu sogenannten Sammelflügen, singen gemeinsam und fallen zu Hunderten, später in viel größeren Ansammlungen, in bevorzugte Schlafplätze ein. Auf den anschließenden Wanderungen übernachten die Stare gern inmitten von Großstädten (z. B. auf dem Stachus in München). Hier verursachen sie einige verkehrstechnische Probleme, denen nur schwer beizukommen ist, selbst wenn modernste Methoden eingesetzt werden (z. B. Rückspielen von abschreckenden, arteigenen Warnrufen von Tonband).

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