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Sotalia
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Bär

BärWissenschaftliche Bezeichnung:
Ursidae

Natürliche Verbreitung:
Nordhalbkugel

Die Großbären stellen die größten fleischfressenden Säugetiere der Erde und mit dem Kodiakbären (Braunbär), mit einem Gewicht bis zu 800 kg und einer Körperlänge von 3 m, das größte Landraubtier überhaupt.

Verbreitung Die 7 Gattungen mit 8 Arten umfassende Gruppe bewohnt große zusammenhängende Wälder der Nordhalbkugel (Ausnahme: Eisbär), greift jedoch an einigen Stellen auf die Südhalbkugel über. Fossile Reste sind in Afrika zu finden.

Gestalt Alle Großbären haben einen schweren, plumpen Körper, einen kleinen Stummelschwanz und kleine, runde Ohren. Die verschiedenen Gattungen unterscheiden sich hauptsächlich durch kleinere Abweichungen im Knochenbau. Das Fell ist rauh und dicht und mit Ausnahme des Eisbären meist dunkel gefärbt. Bären sind Allesfresser. Die Untersuchung des Gebisses zeigt breitkronige Backenzähne.

Verhalten Die fünfzehigen Füße der Sohlengänger werden meist im Paßgang vorangesetzt und sind mit kräftigen, nicht rückziehbaren und daher stumpfen, gebogenen Krallen bewehrt. Mit ihrer Hilfe können Bären alles, was mit Hammer und Meißel zu zerstören ist, in kurzer Zeit in kleinste Bestandteile zerlegen.

Als schnelle Gangart wird, wenn auch nur relativ kurzzeitig, der Galopp gewählt. Einige Arten sind so gute Kletterer, daß man sie als »Baumbären« bezeichnen könnte (Malaienbär, Lippenbär). Alle besitzen einen ausgezeichneten Geruchssinn, können aber ziemlich schlecht sehen.

Normalerweise sind Bären scheu und wenig angriffslustig; trotzdem sollte man die Gefährlichkeit und Kraft dieser Tiere niemals unterschätzen. Ohne - wie z. B. Löwen - ihre Gemütsstimmung durch irgendeine Gestik des Körpers oder Gesichts anzukündigen, können sie plötzlich zu fürchterlichen Prankenhieben ausholen, die ohne weiteres einem Elch das Rückgrat brechen können. Im allgemeinen richten sie sich dabei nicht auf ihre Hinterbeine auf. Das nahezu völlige Fehlen eines Mienenspieles macht sie auch für Fachleute zu unberechenbaren Geschöpfen. In den meisten Fällen wird ein Bär jedoch sein Heil in der Flucht suchen.

Ernährung Als Einzelgänger durchstreifen Bären nachts langsam ihr Revier, das 15-20 km2 umfassen kann, und suchen es nach Beeren, Gräsern und Früchten ab. Ihren Bedarf an tierischem Eiweiß befriedigen sie mit Fischen, Rehkitzen, Jungdachsen oder Fischottern. Fische werden geschickt mit einem Prankenschlag aus dem Wasser geschleudert und meist vom Rückgrat her gefressen. Oftmals entwickeln sich einzelne Bären zu derartigen Feinschmeckern, daß sie von einem Fisch nur einen einzigen Bissen nehmen und den Rest anderen Tieren überlassen, die sich dann häufig in bunter Zahl an solchen Fangstellen einfinden. Sprichwörtlich ist der Appetit der Bären auf Honig, den sie sich mit Hilfe ihrer kräftigen Krallen an den Bienenstöcken freilegen, ohne daß die wild stechenden Bienen sie an ihrem Vorhaben hindern können. Selten fällt ein Bär erwachsene Großtiere an, da sie den recht plumpen Bären normalerweise geschickt ausweichen können.

Winterruhe Die Bären der kälteren Region halten eine Winterruhe, bei der alle Körperfunktionen erhalten bleiben, also keinen echten Winterschlaf. Im Winterquartier häuten sie ihre Fußsohlen, an denen dann angestrengt gesaugt und geleckt wird.

Fortpflanzung Während dieser Ruheperiode bringt auch nach 6-9 Monaten Tragzeit die Bärin ihre sehr kleinen und empfindlichen Jungen zur Welt, die nur etwa 1/350 des Gewichtes der Mutter haben. Eine Verzögerung der Eieinbettung garantiert diesen für die Jungbären günstigen Geburtstermin. Die Jungtiere bleiben bei der Mutter, bis sie etwa halb erwachsen sind, d. h. 1-3 Jahre zählen. Die Geschlechtsreife tritt bei Weibchen mit 2, bei Männchen mitunter erst mit 6 Jahren ein.

Alter Das Höchstalter dürfte bei etwa 40 Jahren liegen, wird aber in freier Wildbahn wohl selten erreicht.

Auch Braunbär, Schwarzbär, Brillenbär, Eisbär, Malaienbär, Kragenbär, Lippenbär.

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