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Bengal

BengalWissenschaftliche Bezeichnung:
Prionailurus bengalensis

Natürliche Verbreitung:
Asien

Die in Asien beheimateten Bengalkatzen besitzen eine typisch katzenartige Gestalt und sind etwa hauskatzengroß. Das Fell ist kurz und sehr dicht, bei den nördlichen Formen im Winter länger, es hat dichte Unterwolle.

Färbung Auf der Oberseite ist die Färbung silbergrau bis blaßgelb bei den Gebirgstieren bzw. bis braungelb bei den südlichen Urwaldbewohnern. Auf dem Fell verstreut finden wir Ring- oder Rosettenflecken mit dunklerem Zentrum. Die Inselformen sind getupft. Stirn und Nacken haben dunkle Längsstreifen, der Kopf weiße Voraugen- und dunkle Überaugenflecke. Bauch und Beine sind schwarz gefleckt, der Schwanz trägt eine dunkle Spitze. Die Färbung der Bengalkatzen folgt der Glogerschen Regel, nach der Tiere in warmen und feuchten Gebieten dunkler gefärbt sind als ihre Artgenossen der kühleren Gegenden. Die Bengalkatzen variieren daher im Aussehen außerordentlich stark.

Lebensweise Über die Lebensweise der Bengalkatzen ist bisher nur wenig bekannt. Allem Anschein nach sind sie wie viele andere Kleinkatzen Dämmerungs- und Nachttiere. Die Bengalkatze bevorzugt feuchte Busch-, Wald- und Graslandschaften und geht im Bergland bis in eine Höhe von 3000 m. Sie ist eng an das Wasser gebunden und meidet reine Trockenlandschaften. Erwachsene Bengalkatzen können sehr gut schwimmen. Sie suchen oft das Wasser auf, um dort ihren Kot abzusetzen, während junge Bengalkatzen Kot und Urin nach Katzenart verscharren.

Bengalkatzen sind sehr scheue Tiere, die bei Gefahr auf Bäume flüchten, wo sie sich ausgesprochen sicher und geschickt bewegen. Als Dämmerungs- und Nachttiere können sie ausgezeichnet sehen und hören.

Über das Sozialleben dieser Kleinkatzen ist wenig bekannt. Möglicherweise leben sie paarweise. Den Tag verbringen sie in Baumhöhlen, Felsspalten oder dichtem, verfilztem Gebüsch.

Nahrung Als Beute dienen ihnen kleine Säugetiere, besonders Nager, gelegentlich auch junge Muntjak-Hirsche und Moschustiere.

Fortpflanzung Nach einer Tragzeit von etwa 56 Tagen bringen Bengalkatzen 2-4 Junge zur Welt. Die Wurfzeiten fallen in den verschiedenen Teilen ihres Verbreitungsgebietes vermutlich in unterschiedliche Jahreszeiten.

Gefährdung Die Bengalkatze wird wegen ihres Pelzes bejagt und ist bereits in ihrem Bestand bedroht. Zwar ist die Ausfuhr der indischen Unterarten verboten, doch ist ihr Schutz völlig ungenügend.

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