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Brillenpelikan

BrillenpelikanWissenschaftliche Bezeichnung:
Pelecanidae

Natürliche Verbreitung:
Australien, Neuguinea

Mit sieben Arten enthält die Familie der Pelikane die mächtigsten Vögel unter den Ruderfüßern. Pelikane haben große - sehr breite und lange - Flügel, einen mächtigen Schnabel, dessen Oberteil gleichsam den Deckel für einen sehr dehnbaren Kehlsack zwischen den biegsamen Unterkieferästen bildet, und kurze Beine mit kurzen Füßen, deren 4 Zehen sämtlich durch Schwimmhäute untereinander verbunden sind. Obwohl Pelikane recht schwerfällig wirken, sind sie doch geschickte und ausdauernde Flieger, die »elegant« einhersegeln oder kräftig »rudern« können. Der große Kopf ruht während des Fluges auf den Schultern.

Ihre Knochen sind stark von Lufträumen durchzogen, auch sorgen große Luftsäcke unter der Haut für ein geringes spezifisches Gewicht. Nur beim Abflug haben Pelikane etwas Schwierigkeiten und wirken »unbeholfen«, wenn sie länger mühsam Anlauf nehmen, um so genügend Auftrieb zu erhalten. Über größere Entfernungen ziehen Pelikane in geschlossener Formation dahin, wobei sie sich gerne auch keilförmig staffeln.

Sozialverhalten, Ernährung Überaus stark entwickelt ist der soziale Zusammenhalt dieser großen Vögel: Pelikane brüten gemeinsam (oft mehrere Arten miteinander vergesellschaftet) und betreiben zumeist auch den Fischfang gemeinschaftlich. Dabei scheuchen regelrechte »Schützenketten« die Beutetiere unter Flügelschlagen ins flache Wasser, wo die Vögel mit ihren gewaltigen Kescherschnäbeln die Fische regelrecht ausschöpfen (der Kehlsack des Rosapelikans faßt etwa 13 Liter Wasser). Die Fische werden mit dem Kopf voran verschluckt; meist handelt es sich um kleinere, für den Menschen wirtschaftlich uninteressante Arten.

Gestalt Mit Ausnahme des Braunen Pelikans ist das Gefieder der Pelikane überwiegend weiß, die Flügelenden sind mehr oder weniger (Handschwingenspitzen oder die gesamten Schwungfedern sowie die Armschwingen) dunkel gefärbt. Männliche Vögel werden größer als ihre Weibchen und haben einen längeren Schnabel.

Systematik Alle Pelikanarten werden in eine Gattung gestellt; fossile, gut 30 Millionen Jahre alte Überreste ausgestorbener Arten zeigen sehr viel Übereinstimmungen mit den heutigen Formen, so daß sie von vielen Forschern ebenfalls der gleichen Gattung Pelecanus zugeordnet werden.

In Europa leben 2 Arten: Krauskopfpelikan und Rosapelikan. Der 160 cm große Brillenpelikan (Pelecanus conspicillatus) ist eine rein australische Art (einschließlich Tasmaniens), während die um 155 cm langen Graupelikane (P. philippensis) die Küsten Asiens (von Pakistan, Indien und Sri Lanka bis nach Südchina sowie bis zu den Philippinen und Java) bewohnen. Afrika ist die Heimat des etwa 145 cm langen Rötelpelikans (P. rufescens); der bis 175 cm große Nashornpelikan (P. erythrorhynchus) dagegen lebt an den westlichen Küsten Nordamerikas (Britisch-Kolumbien bis Texas).


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