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Ducker

DuckerWissenschaftliche Bezeichnung:
Cephalophinae

Natürliche Verbreitung:
Afrika

Die in Afrika heimischen Ducker teilt man ein in die Gattungen der Steppenducker (Sylvicapra) mit nur einer Art, dem Busch- oder Kronenducker (Sylvicapra grimmia), und in die der Wald- oder Schopfducker (Cephalophus).

Körperbau Die meisten Ducker erreichen nur Hasengröße oder wenig mehr. Nur wenige Arten werden so groß wie ein Reh. Während den Weibchen Hörner fehlen können, sind sie bei den Männchen stets vorhanden und ragen gerade in die Höhe oder nach hinten. Da diese Hörner nicht sehr groß sind, verschwinden sie oft beinahe in dem Haarschopf, den viele Ducker auf der Stirn tragen. Zwischen Auge und Nase befinden sich schlitzförmige Wangendrüsen, die sich unterhalb der Augen wie dunkle Schnitte entlangziehen.

Lebensweise Der Name Ducker charakterisiert diese Unterfamilie treffend, denn ihre Mitglieder pflegen bei Gefahr nicht oder nicht weit zu flüchten, sondern sich niederzuducken und sich so möglichst »unsichtbar« zu machen.

Alle Waldducker leben im dichtesten Urwald, wo sie geschickt durch das Dickicht schlüpfen. Einzig der Kronenducker meidet den dichten Wald. Er bevorzugt die Buschsteppen als Lebensraum. Hier lebt er einzeln oder paarweise und ist vorwiegend in der Morgen- und Abenddämmerung, aber auch nachts aktiv. Über das Leben der Waldducker wissen wir sehr wenig, da es sich weitgehend im verborgenen abspielt. Die Tiere bewohnen paarweise feste Reviere, zeitweilig auch mit einem Jungen. Das Revier wird von beiden Partnern gegen Eindringlinge verteidigt.

Fortpflanzung Die Tragzeit beträgt 7-8 Monate. Die Böcke streifen durch die Reviere und suchen nach brünstigen Weibchen. Mit den Wangendrüsen reiben die Partner aneinander und vermitteln sich so gegenseitig ihre Duftstoffe. Im allgemeinen wird 1 Junges geboren.

Nahrung Laub, Kräuter, Früchte, Samen spielen eine große Rolle; außerdem wird auch tierische Nahrung aufgenommen, z. B. Vögel, Termiten, Schnecken.

Gefährdung Viele Waldducker haben nur kleine Verbreitungsgebiete, so daß sie auf Eingriffe in ihren begrenzten Lebensraum sehr empfindlich reagieren. Sehr selten und gefährdet ist der Jentinkducker (Cephalophus jentinki). Als bedroht gelten auch der Abbotducker (Cephalophus spadix) und der Zebraducker (Cephalophus zebra). Von vielen Duckern weiß man aufgrund ihres versteckten Vorkommens nicht, wie häufig sie tatsächlich sind. Andere, wie der Rotducker (Cephalophus natalensis), der Gelbrückenducker (C. sylvicultor) und der Kronenducker (Sylvicapra grimmia) sind in ihrem Lebensraum nicht selten.


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