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Felsenhahn Wissenschaftliche Bezeichnung: RupicolaNatürliche Verbreitung: südamerikanischer Urwald Die Felsenhähne kommen nur im tropischen und subtropischen Urwald Südamerikas vor und leben hier vorzugsweise in bergigen und wasserreichen Gegenden, etwa im Quellgebiet des Orinoco und des Amazonas. So ist der Orange Felsenhahn oder Guyana-Klippenvogel (Rupicola rupicola) in Guyana, Süd-Venezuela und im Gebiet des Rio Negro in Brasilien zu finden, der Rote Felsenhahn oder Anden-Klippenvogel (Rupicola peruviana) in zwei Unterarten in West-Venezuela, südwärts entlang der Anden bis Ecuador, Peru und Nordbolivien. Hier ernähren sich die Vögel von Früchten und Insekten.
Gestalt Die Felsenhähne sind sowohl wegen ihres Aussehens als auch wegen ihrer Verhaltensweisen bemerkenswerte Vögel. Ihre Füße sind außerordentlich kräftig, ihre Gestalt ist gedrungen. Der männliche Orange Felsenhahn, rund 32-35 cm lang (also taubengroß), wirkt insgesamt hell orangefarben. Sein breiter, fächerförmiger Schopf geht von der Augengegend aus und neigt sich so weit nach vorn, daß er den Schnabel fast vollständig verdeckt. Die schwarzen Flügel tragen große weiße Spiegel auf den Handschwingen, die Außenfahnen bilden lange orange Fäden. Der schokoladenbraune Schwanz läuft an seinem Ende wieder orangefarben aus. Das Weibchen hat einen kleineren Schopf und ist dunkel olivgrau gefärbt, Schwanz und Flügel sind braun, nur die Unterflügeldeckfedern hellorange.
In der Gestalt ähnlich, aber etwas größer (35-38 cm lang) wirkt das Männchen des Roten Felsenhahns vor allem wegen der längeren Schwanzfedern. Eine Unterart (Rupicola peruviana aequatorialis), ist tief orange gefärbt, das Weibchen orange-braun. Häufiger wird die zweite Unterart (R. p. sanguinolenta) beschrieben. Hier ist das Gefieder des Männchens scharlachrot, das des Weibchens dunkel kastanienrot.
Fortpflanzung Während der Balzzeit versammeln sich die Felsenhähne auf offenen Plätzen des Waldes, die sie von Gezweig befreien, oder auf Felsen, um dort ihre gemeinschaftlichen Tänze abzuhalten. Mehrere Männchen führen den zuschauenden Weibchen nacheinander bestimmte Figuren vor, die aus kurzen Schritten oder Sprüngen bestehen, begleitet von für diese Verhaltensweise typischen Lautäußerungen.
Vorzugsweise nisten die Felsenhähne auf erhöhten Stellen in felsigem Gelände. Das flache, napfförmige Nest wird in Felsspalten oder auf dem nackten Felsen aus Lehm und Zweigen gebaut und von außen mit Laub verkleidet. Die Weibchen brüten die beiden bräunlich gefleckten Eier allein aus.
Gefährdung Der Orange Felsenhahn oder Guyana-Klippenvogel (Rupicola rupicola) unterliegt dem Schutz durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen.
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