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Okapi

OkapiWissenschaftliche Bezeichnung:
Okapia johnstoni

Natürliche Verbreitung:
Afrika

Das Okapi ist eine äußerst spät erst bekanntgewordene Großsäugetierart. Es blieb lange Zeit unentdeckt, da es in einem schwer zugänglichen Gebiet eine versteckte Lebensweise führt. Der Afrikaforscher Henry Stanley brachte 1890 aus dem Kongourwald die erste Kunde von diesem Tier mit, und erst 1901 wurde die neue Art als eine Verwandte der Giraffe erkannt.

Körperbau Die Widerristhöhe beträgt um 160 cm, sein Gewicht bis 225 kg. Verglichen mit der Giraffe, ist das Okapi gedrungener gebaut mit wesentlich kürzerem Hals und nur mäßig abfallender Rückenlinie. Nur die Männchen tragen fellüberzogene Hörner auf den Stirnbeinen. Die Beine sind schwarzweiß quergestreift, der übrige Körper ist vorwiegend dunkelrotbraun gefärbt.

Lebensraum Das Okapi bewohnt Regenurwälder mit Unterholz und Sekundärwälder, besonders in Flußnähe im Herzen Afrikas.

Lebensweise Okapis durchstreifen einzeln oder paarweise ein ausgedehntes Wohngebiet, wobei sie bestimmte Wechsel einhalten und feste Ruhe- und Kotplätze aufsuchen. Sie sind vorwiegend nachts aktiv. Die Augen sind auch bei schwachem Licht sehtüchtig, Gehör und Geruchssinn sind gut entwickelt.

Der Leopard ist der Hauptfeind der Waldgiraffen.

Fortpflanzung Die Paarung kann das ganze Jahr über stattfinden. Die Männchen tragen - wie die der Giraffen - untereinander Halskämpfe aus. Brünstige Weibchen suchen das Revier eines Hengstes auf. Im Paarungsvorspiel kreisen das männliche und das weibliche Tier umeinander. Dabei imponiert das Männchen mit hochgerecktem Kopf. Ein Weibchen ist nur wenige Tage in Hitze. Nach der Paarung trennen sich die Partner. Die Tragzeit dauert 426-457 Tage.

Das Junge wird abgelegt. Das Muttertier verteidigt sein Junges. Nach Beobachtungen in Gefangenschaft adoptieren Okapimütter gelegentlich fremde Junge.

Nahrung Mit ihrer langen Greifzunge streifen Okapis Laub von Bäumen und Sträuchern. Sie fressen auch Kräuter, Früchte und Gräser. Selbst die giftigen Wolfsmilchgewächse bilden einen Teil ihrer Nahrung. Außerdem nehmen Okapis Holzkohle und salzhaltige Erde auf.

Bestand Über den Bestand des Okapis ist nichts Genaues bekannt, doch gilt es als selten.


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