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Plattschweifsittiche

PlattschweifsitticheWissenschaftliche Bezeichnung:
Platycercini

Natürliche Verbreitung:
Australien

Die Gruppe der Plattschweifsittiche umfaßt mindestens 26 Arten der Papageien. Auch der bekannteste Papagei, der Wellensittich, gehört in diese Gruppe.

Gattung Platycercus Diese Gattung mit 5-7 Arten umfaßt die eigentlichen Plattschweifsittiche. Zahlreiche Unterarten - viele davon bekannt als Käfigvögel - bereiten mit ihrer Zuordnung den Systematikern einiges Kopfzerbrechen.

Lebensweise Die 28-42 cm langen, prächtig gefärbten Plattschweifsittiche leben gesellig zusammen: Einige Arten bilden oftmals riesige Schwärme, andere ziehen paarweise oder in kleinen Trupps umher. Sie suchen in Steppengebieten (einige Arten auch in Wäldern) nach Grassamen, Beeren und Früchten sowie Blüten und Nüssen. Einige dieser Papageien ziehen mehrere Jahresbruten hoch. Die Gelege bestehen aus 2-9 Eiern, die vom Weibchen in Baumhöhlen etwa 3 Wochen lang erbrütet werden. Beide Geschlechter sind meist gleich gefärbt.

Arten Die kleinste Art der Gattung Platycercus ist der Stanleysittich oder Gelbwangenrosella (Platycercus icterotis) aus Südwestaustralien, dessen Geschlechter ausnahmsweise verschieden gefärbt sind. Mit 42 cm Länge ist der Gelbbauchsittich (P. caledonicus) von Tasmanien und den Inseln der Bass-Straße der größte Plattschweifsittich. Als »Rosellas« bezeichnet man mehrere Unterarten des 32-33 cm großen Rosellasittichs (P. eximius, darunter der Prachtrosella, P. e. ceciliae). Sie bewohnen das östliche Australien sowie Tasmanien. Der 28-31 cm große Blaßkopfrosella (P. adscitus), bisweilen ebenfalls als Unterart der vorigen Art angesehen, ist ein häufiger Vogel der offenen Baumlandschaft und bevölkert besonders gerne Waldbestände entlang der Flußläufe. Der 33-35 cm große Pennant-Sittich (P. elegans) bewohnt in mehreren Unterarten die Küsten- und Gebirgswälder Südost- und Ostaustraliens, wo in den höheren Lagen durchaus auch kalte Winter den Vögeln nichts ausmachen.

Der 35-40 cm lange Ringsittich (Platycercus zonarius) lebt in zahlreichen Unterarten in West-, Süd- und Inneraustralien. Von den anderen Angehörigen der eigentlichen Plattschweifsittiche unterscheiden sich Ringsittiche unter anderem durch ihr nicht »geschupptes« Rückengefieder. Sie leben paarweise oder in kleinen Trupps zusammen und durchstreifen Steppengebiete, Eukalyptuswälder und Felder nach Nahrung.

Gattung Psephotus In diese Gattung gehören 5 Arten kleinerer, farbenprächtiger Papageien, deren Geschlechter unterschiedlich gefärbt sind. Die Männchen erwählen eine geeignete Bruthöhle in Bäumen oder im Erdboden, in die das Weibchen seine 4-7 (meist 5) Eier 17-21 Tage lang (meist vom 2. Ei an) erbrütet. Beide Eltern versorgen ihre Jungen, bis sie nach 4-5 Wochen flügge werden. Altvögel und Jungvögel bleiben dann noch längere Zeit im Familienverband zusammen. Auch bei schwarmbildenden Arten halten die Brutpartner in enger Bindung zusammen.

Arten Eine sehr häufige Art Südostaustraliens ist der 25-28 cm große Singsittich oder Blutrumpf-Sittich (Psephotus haematonotus), der außerhalb der Brutzeit oft in großen Scharen durch offenes Gelände zieht. Als ausgeprägte Kulturfolger bevölkern Singsittiche auch Gärten und Parkanlagen. Ihre »trillernden, pfeifenden« Rufe haben diesen Papageien ihren Namen gegeben.

Ebenso groß wie Singsittiche werden die Goldschultersittiche (P. chrysopterygius) aus Nordaustralien; sie sind jedoch bei weitem nicht so häufig und bauen ihre Nester in Termitenhügeln. Auch Mangrovendickichte an Flußläufen bieten Goldschultersittichen gute Lebensbedingungen.

Der Blutbauchsittich (P. haematogaster) ist mit 28-38 cm etwas größer als die anderen Arten der Gattung; »Blue-Bonnets« (Blaumützen) leben zahlreich und weit verbreitet in sehr unterschiedlichen Landschaften Südaustraliens.

Der 25-28 cm große Paradiessittich (P. pulcherrimus) war ein sehr seltener Vogel der Baumsavannen und buschbestandenen Graslandschaften aus dem inneren Queensland und Nordneusüdwales. Man nimmt an, daß er heute ausgestorben ist.

Gattung Neophema Diese Gattung umfaßt 7 Arten 17,5-22,5 cm langer Papageien, die recht zurückgezogen und unauffällig - teilweise nomadisch - in den Busch- und Baumsavannen leben.

Der Klippensittich (Neophema petrophila) ist in den Dünengebieten, bei Ebbe trocken liegenden Gezeitenzonen und Vorgebirgen der Küsten Süd- und Südwestaustraliens ein häufiger Bodenvogel. Die anderen Arten der »Grassittiche« oder »Feinsittiche«, darunter der Bourke-Sittich (N. bourkii) aus Inneraustralien, der seltene Glanzsittich (N. splendida) aus dem Süden des Landes, der Schmucksittich (N. elegans) aus Südwest- und Südostaustralien ebenso wie der seltene Schönsittich (N. pulchella) aus Südostaustralien, halten sich weniger häufig auf dem Boden auf; meist kommen sie zur Nahrungssuche herab. Da all diese »Ziersittiche« sehr vorsichtige und sehr scheue Vögel sind, bekommt man sie nur selten zu Gesicht.

Gattung Cyanoramphus In dieser Gattung sind 6 Arten recht seltener Papageien aus Neuseeland zusammengefaßt. Sie werden 23-30 cm groß, leben in Waldgebieten und suchen überwiegend auf dem Boden nach Nahrung. Durch Nachstellung sowie durch Abholzung der Wälder und durch eingeschleppte Raubtiere sind bereits 2 Arten (Tahitisittich, Cyanoramphus zealandicus, seit Mitte des vorigen Jahrhunderts, und Braunkopfsittich, C. ulietanus, seit 1773/74) und 2 Unterarten des Ziegen- oder Laufsittichs (C. novaezelandiae) ausgestorben.

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