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Saiga

SaigaWissenschaftliche Bezeichnung:
Saiga tatarica

Natürliche Verbreitung:
Asien

Die eigenartige Saiga hat eine Widerristhöhe um 80 cm bei einem Gewicht von 35 kg. Diese Antilope erinnert in ihrem Körperbau an ein Schaf. Auffallend ist das ramsnasige Profil und die rüsselartige Verlängerung der Nase. In der Mitte trägt die Nase eine Längsfurche. Das Organ kann im Nasenrücken aufgebläht werden.

Im Sommer ist das kurze Fell gelbbraun gefärbt. Das wollige Winterfell ist schmutzigweiß. Nur die Böcke tragen Hörner, die durchscheinend blaß gefärbt sind. Voraugen- und Leistendrüsen sind gut entwickelt, die Klauenballen hinten verbreitert.

Lebensraum Saigas leben in winterkalten Steppen Eurasiens, die mit wildem Wermut (Artemisia), Federgräsern (Stipa) und Salzkräutern bewachsen sind. Sie lieben die offene Landschaft und gehen Baum- und Buschgruppen aus dem Wege.

Lebensweise Saigas leben in Herden, die fast ständig umherziehen. Witterungseinflüsse und Nahrungsmangel können sie zu jahreszeitlichen Wanderungen von mehreren hundert Kilometern zwingen. Auf solchen Zügen können sich die Herden zu riesigen Verbänden vereinigen. Auf der Wanderung durchschwimmen sie auch die auf ihrem Wege liegenden Flüsse. Wenn sie dem über weite Gebiete ausgedehnten Schneefall nicht mehr ausweichen können, kommt ein großer Teil von ihnen um. Die hohe Vermehrungsrate der Saigas gleicht diesen Verlust aber schnell wieder aus.

Normalerweise bewegen sich Saigas im Paßgang. Auf der Flucht fallen sie in einen Galopp. Als Feinde dieser Antilopen kommen Wolf, Steppenfuchs (Korsak) und Steinadler in Betracht. Früher wurden sie oft von Dasselfliegen geplagt, deren Larven in der Rückenhaut schmarotzen. Mit dem Rückgang der Saigas verschwand auch diese Plage und kam bisher nicht wieder.

Fortpflanzung Zu Beginn des Winters kommen Saigas in die Brunft. Ein Bock hält dann in einem Harem bis zu 50 Weibchen zusammen. Die Böcke fressen in dieser Zeit nichts und zehren von ihrem üppigen Fettvorrat. In strengen Wintern erleiden besonders die abgezehrten Männchen große Verluste.

In der Brunst sondern die Voraugendrüsen ein stark riechendes Sekret ab. Die Böcke kämpfen miteinander. Zuerst deckt ein Bock die älteren, dann die jüngeren Weibchen.

Nach 140-150 Tagen Tragzeit setzen die Saigas im Mai meistens 2 Junge, in einem Viertel der Fälle ist es nur eins.

Ein oder zwei Wochen lang werden die jungen Saigas abgelegt. Saigamilch hat einen hohen Fettgehalt. Im Alter von einer Woche gehen die Jungen schon an Grünfutter. Weibliche Saigas sind schon im Alter von 8 Monaten fortpflanzungsfähig.

Bestand Anfang dieses Jahrhunderts standen die Saigas aufgrund intensiver Bejagung schon einmal kurz vor der Ausrottung. Ein Jagdverbot verhinderte in letzter Minute das völlige Verschwinden der Art. Heute hat sich der Bestand wieder soweit erholt, daß er wirtschaftlich genutzt werden kann.


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