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Stachelbürzler

StachelbürzlerWissenschaftliche Bezeichnung:
Campephadidae

Natürliche Verbreitung:
Asien, Afrika

In der Familie Stachelbürzler werden etwa 70 altweltliche Vogelarten zusammengefaßt, deren Hauptverbreitungsgebiet sich vom malaiischen Raum über die pazifischen Inselgruppen bis nach Australien erstreckt. Wesentlich dünner besiedelt wurden die tropischen und subtropischen Gebiete Asiens, Afrikas und Madagaskars; darüber hinaus ist eine Art (Graumennigvogel, Pericrocotus divaricatus) bis Ostsibirien und Japan vorgedrungen. Von hier zieht er im Winter nach Südosten (Philippinen), während alle anderen Arten sich als Standvögel verhalten oder innerhalb begrenzter Gebiete umherstreifen.

Merkmale Der Name der Stachelbürzler ist auf eine eigenartige Bildung des Hinterrücken- und Bürzelgefieders zurückzuführen; der an der Basis noch starke Federschaft verjüngt sich zur Spitze hin sehr stark und wirkt wie ein Stachel. Diese Bildung fehlt allerdings den Mennigvögeln (Gattung Pericrocotus), die auch in weiteren Merkmalen abweichen und deshalb als eigene Gattungsgruppe den anderen Arten, den Raupenfressern (Gattungsgruppe Campephaginae), gegenübergestellt werden.

In beiden Gattungsgruppen ist ein Geschlechtsdimorphismus ausgeprägt: Während die 15-35 cm großen Raupenfresser an der Oberseite grau, schwarz oder hellbraun gefärbt sind und höchstens weiße Zeichnungen aufweisen, leuchtet das Gefieder der Mennigvögel (17-18 cm Körpergröße) lebhaft rot, gelb, orange und schwarz. Die Gefiederfärbung der Weibchen ist matter und farbloser.

Lebensweise Die Stachelbürzler sind Baumbewohner und daher in dichten Wäldern, an Waldrändern und in Pflanzungen zu finden. Mit ihrem kräftigen, leicht gebogenen und an der Spitze hakig abwärts gekrümmten Schnabel, der an der Basis beachtlich erweitert ist, verzehren sie vorzugsweise Raupen, die sie im Blattwerk absammeln. Während die meisten Arten die Baumkronen nicht verlassen, kommen andere auch auf den Boden oder verfolgen sogar fliegende Insekten. Die besonders dickschnäbligen Raupenfänger oder Raupendohlen (Gattung Coracina) sehen durch ihre schwarze Gesichtsmaske den Würgern sehr ähnlich.

Die meisten Arten leben gesellig. Besonders die Mennigvögel sind oft in großen Schwärmen anzutreffen und bieten ein farbenprächtiges Bild, wenn sie von Baum zu Baum schwirren. Die großen, grauen Raupenfänger erinnern nicht nur durch ihren wellenförmigen Flug an unseren Kuckuck; eine Art, der Streifenraupenfänger (Coracina lineata) aus Australien und Neuguinea, ist zudem auf der Bauchseite häherartig gestreift.

Brut Wenige Abweichungen weist das Nistverhalten der Stachelbürzler auf. Das napfförmige Nest aus Moos, Flechten und Wurzeln wird in einer Astgabel gebaut und enthält 2-5 Eier.


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