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Babirusa

babyrousa

Herkunft: Celebes

Unter den heutigen Schweinen der Alten Welt nimmt das Babirusa oder der Hirscheber (wie die wörtliche Übersetzung lautet) eine recht isolierte Stellung ein. Die Art konnte sich nur auf Celebes und einigen benachbarten Inseln behaupten.

Gestalt
Das Babirusa hat eine Kopf-Rumpflänge bis 110 cm, eine Schwanzlänge bis 30 cm, eine Widerristhöhe von 80 cm und ein Gewicht von 100 kg. Es besitzt einen im Querschnitt rundlichen Rumpf, der auf schlanken, hohen Beinen ruht. Der Rücken ist hochgewölbt, das Tier erscheint hinten überbaut. Der Kopf hat eine spitze Keilform mit einer kleinen Rüsselscheibe. Der spärlich behaarte Schwanz besitzt keine Endquaste. Die Rasse von Celebes hat eine runzelige Haut, die durch die geringe Behaarung nackt wirkt. Die östlich von Celebes liegenden Inseln werden von Unterarten mit dichterem Fell bewohnt. Die Färbung ist ein stumpfes Grau. Die Ohren sind klein und spitz.

Wachstum der Eckzähne
Namengebend waren die merkwürdigen Eckzähne des Ebers. Die Oberkiefereckzähne wachsen zunächst steil nach oben. Dabei durchwachsen sie die Oberlippe. Im weiteren Wachstum bilden diese »Haderer« einen Kreisbogen nach rückwärts. Die Zahnspitzen können dabei Nasenrücken und Stirn berühren oder sogar in die Haut eindringen. Es kommt auch vor, daß die Eckzähne wieder in ihre eigenen Alveolen (Zahnbetten) eindringen und somit einen vollen Kreis beschreiben. Die Unterkiefereckzähne wachsen ebenfalls nach oben. Sie bilden einen flachen Bogen nach hinten. Die Eckzähne von Ober- und Unterkiefer berühren einander nicht. Sie können sich daher nicht gegenseitig anschleifen. Bei Bachen fehlen die oberen Eckzähne, oder sie wachsen nur wenige Zentimeter durch die Haut der Oberlippe. Auch die Unterkiefereckzähne sind bei den Weibchen relativ gering entwickelt.

Die Bedeutung der Eckzähne des Keilers ist unklar. Als Waffen und Werkzeuge sind diese Gebilde denkbar ungeeignet, zumal sie leicht abbrechen. Eventuell spielen sie eine Rolle als Drohsignal. Von den drei Vorbackenzähnen einer Kieferhälfte kann einer schon bei jungen Hirschebern verlorengehen. Sonst bilden Vorbacken- und Backenzähne ein leistungsfähiges Gebiß, das auch harte Nüsse und Schalen zu zertrümmern vermag.

Lebensraum
Der Hirscheber bevorzugt Sumpfwälder, Gewässerränder mit dichter Vegetation aus Röhricht, Mangrove und feuchte Wälder der unteren Berghänge.

Nahrung
Hirscheber brechen nicht in der Art ihrer Verwandten den Boden nach Nahrung um. Sie halten sich an Früchte, Nüsse, das Mark der Sagopalmen und an Insektenlarven, die sie in moderndem Holz finden.

Lebensweise
Über das Leben der Hirscheber im Freiland ist nur wenig bekannt. Sie scheinen sowohl tagsüber als auch nachts aktiv zu sein. Einzeln oder in kleinen Rotten gehen sie auf Nahrungssuche. Hirscheber können geschickt durch dichten Pflanzenwuchs schlüpfen und recht schnell laufen. Sie sind ausgezeichnete Schwimmer, die auch ins Meer gehen und bis zu benachbarten Inseln schwimmen.

Die Stimme der Hirscheber ist ein gedehntes Grunzen. Außerdem können sie auch quieken und mit den Zähnen klappern.

Fortpflanzung
Die Bache wirft nach einer Tragzeit von gut 5 Monaten ein oder zwei, ganz selten drei Junge. Die Frischlinge sind nicht gestreift. Die Bache hat nicht nur ein Paar Zitzen, wie man früher geglaubt hat, sondern zwei Paar. Sie verteidigt ihre bei der Geburt 15-20 cm langen Jungen sehr energisch.

Gefährdung
Die Brandrodung der Wälder in ihrem Lebensraum hat für viele Hirscheber die Existenzgrundlage vernichtet. Celebes und seine Nachbarinseln sind heute weitgehend entwaldet. Die Erhaltung dieser seltsamen Tierart ist damit in Frage gestellt. Sie wurde daher dem Schutz durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen unterstellt.




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