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Barasingha

Cervus duvauceli

Herkunft: Indien

Der Barasingha ist ein hochbeiniger Hirsch mit ziemlich kurzem Kopf, großen, breiten Ohren, mäßig langem Wedel und langen, weit zu spreizenden Klauen (Schalen). Die Widerristhöhe des Barasingha erreicht 115 cm, sein Gewicht bis 230 kg.

Das Geweih besitzt eine Augsprosse. Die leierförmig gebogenen Stange verzweigt sich an ihrem oberen Ende mehrfach. Der Name »Barasingha« bedeutet »Zwölfender«, doch kommen auch Geweihe mit bis zu 20 Enden vor.

Die Sommerfärbung ist ein leuchtendes Gelbbraun. Helle Flecken sind nur schwach ausgeprägt. Das Winterfell ist langhaariger, besonders am Hals. Das Gesicht trägt auf Stirn und Nasenrücken eine schwarze Maske. Sonst ist die Färbung des Winterfelles dunkler und stumpfer als im Sommer.

Lebensraum und Verbreitung
Der Barasingha war ursprünglich in weiten Teilen Indiens verbreitet. Hier bewohnte er die Riedlandschaften entlang des Indus und Ganges und anderer indischer Flüsse. Heute lebt er nur noch in einigen kleineren Rückzugsgebieten in Nepal, Assam, Nordindien und Zentralindien.

Lebensweise
Im Winter bildet der Barasingha kopfstarke Rudel, die sich im Sommer zu kleineren Trupps mit Weibchen und Jungtieren sowie einzelnen Althirschen auflösen. Das Geweih wird im Februar abgeworfen, die Brunft fällt in den Oktober. Die Bindung an die Jahreszeit ist nicht so streng wie bei den mitteleuropäischen Hirscharten.

Barasinghas äsen bei Tage, doch ruhen sie in den heißen Mittagsstunden. Wenn sie erschrecken, lassen sie einen Warnlaut hören, der an das »Bellen« eines Rehbockes erinnert. Die Feinde des Barasingha sind Tiger, Leopard und Rothund.

Eigenartig ist das Imponier- und Drohverhalten des männlichen Hirsches: Der Barasingha öffnet die dem zu imponierenden Gegner zugewandte Voraugendrüse, senkt das Geweih leicht ab und klappt die Ohren nach unten mit nach hinten gerichteter Öffnung. Dabei wird gelegentlich ein »Stechschritt« - wie beim drohenden Rehbock - ausgeführt.

Fortpflanzung
Der Hirsch gibt in der Paarungszeit einen gedehnten, zweisilbigen Ruf von sich. Die Weibchen setzen nach einer Tragzeit von 240-250 Tagen ein oder zwei stark gefleckte Kälber.

Gefährdung und Schutz
Die Zerstörung seines Lebensraumes durch die Anlage neuer Anbauflächen und Wilderei haben die einst riesigen Bestände des Barasingha stark zusammenschmelzen lassen. Heute kommt er nur noch in einigen Reservaten vor, und selbst in diesen Rückzugsgebieten gingen die Bestände weiter zurück. Als man erkannte, daß vor allem Brandrodungen, durch die die Futterpflanzen des Barasingha vernichtet wurden, an den Bestandsrückgängen Schuld waren, wurden energische Schutzmaßnahmen ergriffen, mit dem Erfolg, daß sich die Bestände rasch erholten. Dank dieses erfolgreichen Naturschutzes konnte der stark bedrohte Barasingha vor dem Aussterben bewahrt werden.

Schomburgkhirsch (Cervus duvauceli schomburgki)
Dieser Hirsch war die östliche Rasse des Barasingha und wurde in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts ausgerottet. Der Schomburgkhirsch hatte ein korbartiges Geweih, dessen Geweihsprossen zu ungefähr gleich starken Gabelästen (dichotom) verzweigt waren. Die Fellfarbe war einheitlich kastanienbraun. Vom Schomburgkhirsch sind nur wenige Felle, Geweihe und Fotografien erhalten.




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