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Baumläufer

Certhiidae

Herkunft: Europa, Asien, Amerika

Die Baumläufer, eine Familie der Singvögel, bewohnen in 5 Arten die Wälder Europas, Asiens und Nordamerikas. Sie sind in ihrem Körperbau hervorragend an das Herumklettern auf Baumstämmen angepaßt. Die Schäfte der Schwanzfedern sind steif genug, um sich mit ihnen an der Baumrinde abzustützen, deshalb wird (weil der Vogel den Schwanz zum Klettern notwendig braucht) der Schwanz nicht auf einen Schlag gemausert, sondern die mittleren Federn bleiben stehen, während die anderen erneuert werden. Dies ist für Sperlingsvögel sehr ungewöhnlich, die Baumläufer gleichen darin den Spechten.

Mit ihren stark gebogenen und langen Krallen verankern sie sich ohne große Mühe auch an recht glatten Stämmen, an denen sie schraubenförmig emporhüpfen. Selten klettern Baumläufer auch mit dem Schwanz voran wieder stammabwärts, um ein besonders ergiebiges Rindengebiet nochmals genau mit ihrem langen, abwärts gekrümmten Schnabel nach Insekten und deren Larven abzusuchen. Es bereitet ihnen auch keine Schwierigkeiten, sich hängend an waagerechten Ästen entlangzuhangeln. Mit ihrer braunen, gesprenkelten Oberseite sind sie von dem Rindenuntergrund fast nicht zu unterscheiden; man bemerkt sie eher an ihren hohen und dünnen Rufen oder dem zwitschernden Gesang, der oft mit einem Triller endet.

Arten
Der 12-13 cm große Waldbaumläufer (Certhia familiaris) lebt überwiegend in Nadelwäldern, seltener in den Buchenbeständen auch gebirgiger Regionen Nord- und Mittelamerikas (südlich bis Nicaragua), Europas (mit Ausnahme Spaniens und Teilen Frankreichs) und Asiens. Manchmal nistet er auch in Parkanlagen, nicht selten folgt er dem Menschen bis in die Gärten. Eigentlich bevorzugt er jedoch geschlossene Wälder.

Der Waldbaumläufer (Certhia brachydactyla) dringt weiter ins Gebirge vor als der Gartenbaumläufer, dessen Heimat mit alten Laubbäumen bestandene, offene Wälder, Parks und Gärten sind. Er ist trotz seines längeren Schnabels nur schwer vom Waldbaumläufer zu unterscheiden. Am leichtesten verrät der Gesang, welche Art man vor sich hat. Dabei gibt es vornehmlich beim Gartenbaumläufer Tiere mit dem Gesangsrepertoire beider Arten. Drei weitere Arten leben in den Gebirgswäldern der Himalayaregion.

Lebensweise
Baumläufer leben einzeln oder paarweise, nur Gartenbaumläufer schlafen öfter in kleineren Gruppen, eng aneinandergedrückt, in einer Baumspalte.

Fortpflanzung
Die Brutperiode beginnt bereits im April. Beide Altvögel bauen das Nest aus locker ineinandergeschobenen Reisern, Moos u. ä. in Rindenspalten, geborstenen Bäumen und ähnlichen Baumverstecken. Das Weibchen erbrütet die 5-7 Eier in rund 15 Tagen allein. Die Nestlinge werden von beiden Eltern versorgt. Nach 16 Tagen verlassen die Jungen das Nest und können dann zwar noch schlecht fliegen, sind aber bereits gute Kletterer.




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