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Borstenzähner

Chaetodontidae

Herkunft: tropische Meere

Die Borstenzähner sind eine Familie kleinerer barschartiger Fische, die in tropischen Meeren, besonders in Korallenriffen, beheimatet sind. Die meisten Borstenzähnerarten sind herrlich gefärbt, wir finden unter ihnen mit die schönsten Korallenfische.

Die Arten der Unterfamilie Chaetodontinae werden als Schmetterlingsfische bezeichnet. Sieht man diese Fische im Sonnenlicht über der Rifflandschaft gaukeln und schweben, so fühlt man sich auch unwillkürlich an den prächtigen Anblick erinnert, den tropische Falter im Urwald bieten, wenn sie in der nur stellenweise durchdringenden Sonne aufblitzen. Auch die Vertreter der zweiten Unterfamilie Pomacanthinae tragen ihren deutschen Namen Kaiserfische zu Recht, sie sind, was ihre Farbenpracht angeht, wirkliche »Kaiser« unter den Fischen.

Gestalt
Die meisten Borstenzähner werden nur 10-20 cm lang. Einige wenige Arten, wie manche Kaiserfische, werden mit bis zu 60 cm Länge deutlich größer. Der Körper der Fische ist seitlich sehr stark zusammengedrückt. Vor allem die großflossigen Arten wirken fast scheibenförmig. Wir finden aber auch abweichende Gestalten mit stark verlängerter Schnauze wie die Pinzettfische oder mit fahnenartig ausgezogener erster Rückenflosse wie die Wimpelfische (Schmetterlingsfische).

Das Maul der Borstenzähner ist für barschartige Fische auffallend klein und trägt in kennzeichnender und namengebender Weise eine große Zahl kleiner, borstenähnlicher Zähne. Die Kaiserfische tragen im Gegensatz zu den Schmetterlingsfischen einen kräftigen Stachel auf dem Kiemendeckel, ein Merkmal, das beide Gruppen deutlich unterscheidet.

Lebensweise
Borstenzähner sind hervorragend an das Leben im Korallenriff angepaßt. Die hochrückige, flache Gestalt verrät uns, daß wir es nicht mit ausdauernden Schnellschwimmern zu tun haben. Wohl aber können diese Fische mit ihren großen, kräftigen Flossen auf engstem Raum elegant manövrieren, blitzschnell aus dem Stand beschleunigen und mit hoher Geschwindigkeit im scharfzackigen Korallengewirr umherflitzen, ohne sich zu verletzen.

Im Schreckzustand oder im Schlaf können die leuchtenden Farben der Korallenfische stark verblassen oder sogar wechseln. Die Nacht wird im Versteck in einer Art Starrezustand verbracht, Borstenzähner sind Sonnentiere, die nur am Tag aktiv sind.

Nahrung
Mit dem kleinen Maul unter den Borstenzähnen haben sich diese Fische auf die Aufnahme von kleinen Nahrungsbrocken spezialisiert. Sie zupfen Polypen, Weichtiere und Würmer aus ihren Gehäusen und raspeln Algen und anderen Aufwuchs von den Korallenfelsen ab. Bei den hochspezialisierten Arten der Pinzettfische aus den Gattungen Forcipiger und Chelmon ist die Schnauzenpartie sogar zu einer pinzettähnlichen Röhre verlängert. Mit dieser »Pinzette« kann die Nahrung tief aus dem verästelten Korallengewirr herausgezupft werden.

Aquarienhaltung
Im Korallenriff finden Borstenzähner stets einen abwechslungsreich gedeckten Tisch, im Aquarium jedoch kann die Ernährung große Schwierigkeiten bereiten, da man ihnen dort unmöglich die Nahrungsvielfalt der freien Natur bieten kann. Futterverweigerung ist daher bei diesen Fischen keine Seltenheit. Außerdem sind manche Arten recht streitsüchtig und rauflustig. Eine Zucht ist in der Gefangenschaft auch mit futterfesten und gut eingewöhnten Tieren bisher noch nicht gelungen. Daher könnte eine zu starke Abfischung durch den Zierfischhandel den Borstenzähnern gefährlich werden!




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