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Brauner Pelikan

Pelecanus occidentalis

Herkunft: Atlantik-, Pazifikküsten Amerikas

Im Gegensatz zu allen übrigen Arten der Pelikane erbeutet der Braune Pelikan oder Meerespelikan seine aus Fischen bestehende Nahrung im Sturzflug. Hat er seine Beute erspäht, so läßt er sich aus einer Höhe von 10 m, gelegentlich bis zu 23 m, senkrecht herabfallen. Obwohl er sich dabei bis zu 180° um seine Achse drehen kann, um dadurch Balance und Richtung zu halten, bleibt sein Kopf während des gesamten Fluges auf die Beute fixiert. Die Flügel werden angewinkelt und halb geöffnet. Dabei ist der Hals S-förmig zurückgebogen. Erst im letzten Moment vor dem Aufschlag nimmt der Braune Pelikan Flügel und Beine weit zurück und streckt den Kopf gerade vor. Obwohl Luftsäcke unter der Haut den Aufprall dämpfen, kann der große Vogel fast 1 m tief untertauchen. Jungvögel müssen ihre angeborene Tauchfähigkeit erst durch viel Übung und Nachahmung der Altvögel erweitern. Wahrscheinlich ist dieser schwierige Tauchvorgang u. a. eine Ursache dafür, daß etwa drei Viertel der Wiederfunde von beringten Braunen Pelikanen in ihrem 1. Lebensjahr verendet sind.

Gestalt
Eine weitere Besonderheit dieser Art bilden, jahreszeitliche Unterschiede in der Ausfärbung des Gefieders. Während der Brutzeit im März und April leuchtet die Kopfoberseite weiß, Schnabel und Schnabeltasche sind graugrün, Iris und Halsrückseite dagegen tiefbraun. Im Herbst und im Winter färbt sich die Kopfoberseite gelb, die Halsrückseite weiß, während die befiederten Hautpartien um das Auge herum dunkelblau werden. Der Schnabel nimmt verschiedene Orangetönungen an. Naht die Brutzeit, so wird die Iris strohgelb, der Augenring leuchtendrot und die Schnabeltasche tiefschwarz.

Verbreitung
Bei einer Spannweite von 2 m ist der Braune Pelikan ein kraftvoller und wendiger Flieger, dabei ein ausdauernder Segler. Er bewohnt die Atlantikküsten Amerikas von den Südstaaten der USA bis Venezuela und den Pazifik von Mittelkalifornien bis Chile. Die chilenische Rasse wird auch als eigene Art angesehen. Auf den Peru vorgelagerten Inseln dient er als wichtiger Lieferant des Guano, eines Naturdüngers, der aus den Exkrementen der hier lebenden Meeresvögel besteht.

Gefährdung
An den Küsten der USA wird der Braune Pelikan durch die fortschreitende Zerstörung seines Lebensraumes und die Verschmutzung des Wassers zunehmend seltener. Untersuchungen vor der Küste Kaliforniens zeigen, daß besonders das Insektenvernichtungsmittel DDT und seine Abbauprodukte die dortigen Populationen gefährden. DDT ruft Störungen des Stoffwechsels der Elterntiere hervor, die zur Ablage von zu dünnschaligen Eiern führen. Solche Eier werden oft schon durch das Eigengewicht der brütenden Vögel zerstört.




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