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Brillenbär

Tremarctos ornatus

Herkunft: Südamerika

Der Brillen- oder Andenbär ist der einzige überlebende Nachfahre der eiszeitlichen Neuweltbären, die man als Kurzschnauzenbären (Unterfamilie Tremarctinae) bezeichnet.

Gestalt
Die Männchen dieser dämmerungs- und tagaktiven Bären erreichen nur eine Schulterhöhe von 70-80 cm und sind damit die kleinsten heute lebenden echten Bären. Die Weibchen bleiben noch erheblich kleiner als die Männchen. Das Fell der Brillenbären ist dicht und überwiegend schwarz. Ihren Namen haben sie von einer weißlichen, oft brillenartigen Zeichnung im Gesicht. Sie kann jedoch, besonders bei den bolivianischen Formen, häufig fehlen.

Verbreitung
Die Tiere bewohnen hochalpine tropische und subtropische Regenwälder Südamerikas, namentlich die der Anden.

Lebensweise
Wir finden bei den Brillenbären sowohl Einzelgänger als auch Mutterfamilien. Der Brillenbär ist ein ausgezeichneter Kletterer und schläft in Baumhöhlen oder häufiger noch in selbstgefertigten Baumnestern. Seiner überwiegend vegetarischen Nahrung aus Früchten, besonders von Kakteen, zarten Trieben und Palmenschößlingen fügt er gelegentlich auch Fleischmahlzeiten hinzu, die aus Kleintieren aller Art bestehen. Nur selten vergreift er sich an größerem Wild oder Haustieren, dann meist an Lamas. Im Zusammenleben spielen charakteristische trillernde Kontaktlaute eine große Rolle.

Fortpflanzung
Die Trächtigkeit der Weibchen dauert 8-81/2 Monate. Danach bringen sie in einer Baumhöhle bis zu 3 Junge zur Welt, die über längere Zeit bei der Mutter bleiben.

Da es nur wenig Freilandbeobachtungen über den Brillenbär gibt und er in den Zoologischen Gärten zu den seltensten Pfleglingen zählt, ist über seine Biologie nur außerordentlich wenig bekannt. Seine nächsten Verwandten sind nicht, wie man vermuten könnte, die nordamerikanischen Schwarzbären, sondern die südostasiatischen Malaienbären.

Gefährdung
Der Brillenbär, der in Teilen seines Verbreitungsgebietes noch immer verfolgt wird, ist vom Aussterben bedroht.




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