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Darwinfinken

Geospizini

Herkunft: Galápagos-Inseln

Die Darwin- oder Galápagosfinken, eine Gattungsgruppe der Ammern, kommen mit 13 Arten ausschließlich auf den Galápagos-Inseln vor. Meist wird der Cocosinselfink Pinaroloxias, der auf den 850 km entfernten Cocos-Inseln heimisch ist, als 14. Art hinzugerechnet.

Darwinfinken und die Abstammungslehre Darwins
Die Vögel wurden 1835 von Charles Darwin entdeckt und gaben ihm entscheidende Anregungen für die Aufstellung seiner Evolutionstheorie. Darwin fand eine Vogelgemeinschaft von überraschend ähnlichen Formen vor, die alle Nahrungsquellen ihres Wohnraumes auszunutzen imstande war. Die Ähnlichkeit der Vögel führte zu der berechtigten Annahme, daß alle hier lebenden Formen auf eine gemeinsame Ahnenform zurückgehen, die zu einem früheren Zeitpunkt (Tertiär?) vom süd- oder mittelamerikanischen Festland aus die abgelegenen Galápagos-Inseln erreicht hat. Diese Ahnenform kam auf eine von Vögeln fast unbewohnte Inselgruppe und konnte sich hier stark vermehren, da weder Feind noch Konkurrenten die Entwicklung beeinflußten.

Mutation, Selektion, Artentstehung
Ursprünglich ernährten sich die Darwinfinken ausschließlich von Samen. Mit zunehmender Individuenzahl wurden aber jene Tiere von der natürlichen Auslese (Selektion) begünstigt, die sich durch Erbänderungen (Mutationen) von der Ursprungsform unterschieden und so neue Lebensgrundlagen für sich erschließen konnten. So wandelte sich der ursprüngliche Typ und spaltete sich in mehrere Entwicklungslinien auf, die es erlaubten, die gegebenen Möglichkeiten des Lebensraums voll auszunutzen und so die Konkurrenz untereinander zu verringern. Konkurrenz bedeutete in diesem Fall vor allem Nahrungskonkurrenz, so daß sich die Abwandlungen von der Ursprungsform hauptsächlich in den verschiedenen Schnabelformen der neu entstandenen Arten manifestieren. Der Schnabel bietet damit eine wichtige systematische Grundlage.

Systematik
Die Gattung der Grundfinken (Geospiza, 6 Arten) zeichnet sich durch einen dicken Schnabel aus, der sich bei den höher entwickelten Arten sogar zum Knacken von harten Samen eignet. Deshalb werden sie auch Kernbeißerfinken genannt, während die schwachschnäbligeren Grundfinken kleine und weiche Samen fressen. Der Kaktusfink (Geospiza scandens) sucht mit seiner tief gespaltenen Zunge auch nach Nektar.

Die Baumfinken (Gattung Camarhynchus, 3 Arten) können mit ihrem ebenfalls kräftigen Schnabel Rindenstücke abbrechen, um die darunter lebenden Insekten zu fangen.

Das Herumstochern in den Rindenspalten nach Art der Spechte erlaubt der längere Schnabel der Stocherfinken (Gattung Cactospiza, 2 Arten). Reicht die Schnabellänge nicht aus, brechen sie ein kurzes Stäbchen oder einen Kaktusstachel ab, halten das »Werkzeug« mit dem Schnabel und stochern damit die unter der Rinde lebenden Insektenlarven heraus. Lange glaubte man, daß die Stocherfinken die einzigen Arten unter den Vögeln seien, die Gegenstände als Werkzeug verwenden. Inzwischen ist diese Verhaltensweise bei weiteren Vogelarten nachgewiesen.

Der kurze und klobige Schnabel des Pflanzenesser-Baumfinks (Gattung Platyspiza, 1 Art) erinnert an einen Papageienschnabel. Hiermit können Früchte unter hohem Druck zerquetscht werden.

Der Laubsängerfink (Gattung Certhidea, 1 Art) sucht Blätter und Zweige nach Insekten ab, die er mit seinem schlanken Schnabel aufpickt.




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