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Davidshirsch

Elaphurus davidianus

Herkunft: China

Die Widerristhöhe des Davidshirsches beträgt rund 115 cm, sein Gewicht 200 kg. Die Gestalt erinnert an die des Rothirsches. Der langgestreckte Kopf weist eine große Voraugendrüse auf. Der Hals ist kurz, der Schwanz reicht fast bis zur Ferse und erinnert an den eines Esels. Die Schalenhufe sind weit gespreizt, die Afterklauen berühren den Boden. Beim Laufen entsteht ein knisterndes Geräusch, ähnlich dem der Rentiere. Die Fellfärbung ist im Winter fahlbraun, im Sommer hell rötlichbraun.

Das Geweih hat nach hinten gerichtete Verzweigungen. Die erste Verzweigung ist fast so groß wie die Hauptstange, sie bildet ihrerseits nach hinten weisende Sprossen. Das Geweih wirkt »verkehrt«.

Vorkommen
In freier Wildbahn ist der Davidshirsch, der einstmals Sumpfgebiete in China bewohnte, seit 1939 ausgerottet. Nur in Menschenhand hat er überlebt.

Lebensweise
Außerhalb der Brunftzeit bildet der Davidshirsch große Herden. In der Brunft beherrscht ein Platzhirsch ein Rudel von mehreren weiblichen Tieren.

Fortpflanzung
Die Brunft findet im Juni und Juli statt. Die Tragzeit dauert rund 270 Tage. Im April werden ein oder zwei Kälber gesetzt.

Entdeckung und Erhaltung
Der französische Jesuitenpater Armand David entdeckte 1865 den nach ihm benannten Hirsch im Jagdpark des chinesischen Kaisers südlich von Peking. David mußte die Parkwache bestechen, um einen Blick über die Mauer werfen zu können. Er hielt den Hirsch für eine Art Rentier. Als Geschenk des Kaisers von China gelangten in den folgenden Jahren Davidshirsche nach Frankreich, England und Deutschland.

In England bemühte sich der Herzog von Bedford, eine für die Weiterzucht ausreichend große Herde zusammenzubringen. Andere Züchter stellten ihm ihre Tiere zur Verfügung. Auf seinem Besitz Woburn Abbey brachte er bald eine durch Zucht vermehrte, stattliche Herde zusammen. Auf diese Herde gehen alle heute noch vorhandenen Bestände des Davidshirsches zurück. Zahlreiche Zoologische Gärten und Wildparks erhielten Zuchttiere und vermehrten die Art weiter. Inzwischen sind Milus auch wieder in China im Zoo von Peking zu sehen.




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