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Diskusfisch

Symphysodon

Herkunft: Amazonasstrom

In ihrer Heimat sind die Diskusfische gar nicht so selten. Diese imposanten Buntbarsche bewohnen den Amazonasstrom und viele seiner Nebenflüsse wie den Rio Negro und den Rio Madeira. Sie führen aber eine recht versteckte Lebensweise an steilen oder überhängenden Ufern, zwischen freigespülten Baumwurzeln, Wasserpflanzen und angeschwemmtem Holz. Bei einer Beunruhigung ziehen sie sich sofort in ihre Verstecke zurück. Aus diesem Grund sind sie nur schwer zu entdecken und zu fangen, außerdem ist der Transport der empfindlichen Barsche sehr problematisch.

Im Aquarium zeigen die Diskusfische ein sehr ruhiges, geradezu majestätisches Wesen. Sie gelten aber als heikle Pfleglinge, vor allem, was die Zucht betrifft. Für Anfänger sind sie wenig geeignet.

Gestalt
Diskusfische haben eine ganz typische Gestalt. Ihr Körper ist seitlich stark scheibenförmig zusammengedrückt, so daß der Name »Diskus« (= griech. »Scheibe«) für diese Fische ganz treffend gewählt ist. Sie werden 12-20 cm groß. Auf bräunlichem Grund ziehen neun dunkelbraune bis blauschwarze Querbinden über den ganzen Körper. Das erste Querband verläuft genau durchs Auge, das letzte am Schwanzflossenansatz. In Längsrichtung des Körpers verlaufen, je nach Art und Unterart verschieden, blaue oder grüne wellenförmige Streifen, die auch über Rücken- und Afterflossen reichen. Die Bauchflossen sind verlängert und spitz ausgezogen.

Formen
Der Aquarianer kennt vier verschiedene Diskusfische, die zu zwei Arten gerechnet werden. Von der Art Symphysodon aequifasciata (mit gleichmäßigen Streifen) sind drei Unterarten bekannt. Ob es sich dabei aber um wirkliche Unterarten oder nur um Lokalformen handelt, sei dahingestellt.

Selten eingeführt werden bisher der prächtige Grüne Diskus (Symphysodon aequifasciata aequifasciata) und der Blaue Diskus (S. aequifasciata haraldi), der im Aussehen seinem Vetter nicht nachsteht.

Häufiger und bereits in vielen Aquarien beheimatet ist der Gewöhnliche oder Braune Diskus (S. aequifasciata axelrodi). Seine Zucht ist nicht mehr so schwierig wie früher, die Nachzuchttiere erweisen sich als nicht mehr so empfindlich wie die Wildfänge.

Ebenfalls seltener eingeführt wird der Echte Diskus oder Pompadourfisch (Symphysodon discus). Diese Art gelangte 1921 als erster Diskusfisch lebend nach Deutschland. Nach mehreren mißglückten Importversuchen konnten erst 1932 wieder mehrere Tiere lebend eingeführt werden.

Haltung
Diskusfische sind anspruchsvoll im Hinblick auf die Wasserqualität und das Futter. Sie verlangen weiches, leicht saures Wasser bei Temperaturen von 25-29 °C. Torffilterung erweist sich als günstig, weil das Wasser angesäuert und ein Teil der Härte gebunden wird. Für die Zucht ist weiches Wasser unerläßlich. Wichtig ist, daß ein Teil des Wassers regelmäßig gewechselt wird. Nicht zu helles Licht, das am besten durch eine Schwimmpflanzendecke gedämpft wird, sagt ihnen am meisten zu. Die Fütterung muß sehr abwechslungsreich sein, es besteht sonst die Gefahr, daß die Tiere in Hungerstreik treten.

Fortpflanzung
Diskusfische haben ein einzigartiges Brutpflegeverhalten. Zunächst laichen die Tiere wie andere Offenbrüter (Buntbarsche) an einer vorher gesäuberten Stelle ab. Die Eltern kauen die Jungfische dann aus den Eihüllen und spucken sie an ein Wasserpflanzenblatt, wo sie mit Hilfe eines Klebfadens hängenbleiben. Haben die Jungen ihren Dottervorrat verzehrt und beginnen, frei herumzuschwimmen, sammeln sie sich an den Körperseiten eines Elterntieres und zupfen dort von der Haut einen Belag ab, der ihnen als weitere Nahrung dient. Dieser Belag ist ein fester Schleim, der von den Elterntieren nur während der Jungenaufzucht in bestimmten Hautdrüsen produziert wird. Beide Eltern wechseln sich bei dieser sehr ungewöhnlichen Fütterung ab. Nach einigen Tagen sind die Jungen schließlich selbständig. Nach drei Monaten haben die zunächst noch langgestreckten Jungfische die typische Diskusgestalt erreicht.




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