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Dorngrasmücke

Sylvia communis

Herkunft: Europa, Asien, Norafrika

Die 14-15 cm lange Dorngrasmücke bewohnt Gebüsch, Dornenhecken und sonstiges dichtes Unterholz zwischen Wiesen und Feldern, auch im Ödland und an Waldrändern ist sie heimisch. In Gärten und Parks jedoch trifft man sie sehr selten an.

Verbreitung
In Europa leben Dorngrasmücken nordwärts bis zum 65. Breitengrad, ostwärts in Asien bis zur Mongolei und bis zum Altai und Jenissei, ferner kommen sie in Kleinasien bis zum Iran und im westlichen Nordafrika vor. Die Überwinterungsgebiete der europäischen Populationen liegen im tropischen Afrika, während die asiatischen Dorngrasmücken im Herbst in den arabischen und indischen Raum ziehen.

Lebensweise
In ihrer Lebensweise weist die Dorngrasmücke keine allzu großen Unterschiede gegenüber den anderen Arten der Grasmücken (Gattung Sylvia) auf. Sie ernähren sich in der Hauptsache von Insekten, nehmen aber auch gerne Beeren (Brombeeren, Holunder u. ä.) auf. Die Dorngrasmücke ist sehr lebhaft, nur selten sitzt sie längere Zeit ruhig an einer Stelle.

Lautäußerungen
Das Männchen trägt von Singwarten (höher gelegenen Buschspitzen u. ä.) aus in seinem fest abgegrenzten Revier Balzgesänge vor, die auch in Singflügen enden können. Dann steigt der Vogel bis zu 10 m hoch über seinem Singplatz in die Luft, um anschließend etappenweise wieder zu Boden zu gleiten. Die Lautäußerungen - Rufe und Gesänge - der Dorngrasmücken sind sehr vielseitig, dabei werden typische Elemente häufig wiederholt. Nur während der Balzzeit ist ein stark vereinfachter Gesang zu hören.

Fortpflanzung
In der Regel ziehen Dorngrasmücken in Mitteleuropa zwei Bruten im Jahr hoch, nur selten auch drei. Das Männchen baut mehrere Nestanlagen im dichten Bewuchs, wobei es zumeist nicht höher als 50 cm über dem Boden aus trockenem Gras und Wurzeln offene Näpfe formt. Das Weibchen sucht eines der angebotenen Nester aus und stellt es zusammen mit dem Partner fertig. Die Nestmulde wird mit Spinnweben und Haaren weich ausgekleidet, bevor das Weibchen 4-6 Eier hineinlegt, die von beiden Altvögeln erbrütet werden. Nach 11-13 Tagen schlüpfen die nackten Jungen; nach weiteren 10-13 Tagen fliegen sie aus. Beide Eltern füttern ihren Nachwuchs. Das Weibchen hudert die Nesthocker in den ersten Tagen ausgiebig.

Gerne sucht der Kuckuck die Nester der Dorngrasmücke und nah verwandter Arten auf, um sein Junges von diesen viel zierlicheren Vögeln großziehen zu lassen.




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