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Höckerschwan

Cygnus olor

Herkunft: Nordeuropa, Asien

Höckerschwäne sind wohl die bekanntesten aller Schwäne. Schon im 16. und 17. Jahrhundert hat man sie vielerorts eingebürgert. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet reicht von Norddeutschland und den Britischen Inseln über Dänemark und Schweden bis nach Asien (Sibirien und Mongolei). Die englischen Wildvorkommen existieren schon lange nicht mehr, denn im 12. Jahrhundert wurden Höckerschwäne bereits das »Eigentum« der Könige; heute verbreiten sich verwilderte Nachkommen von »Parkschwänen« auch in Westeuropa, Nordskandinavien sowie an der Ostküste Nordamerikas, in Australien und in Neuseeland.

Gestalt
Höckerschwäne haben ein gänzlich weißes Gefieder, nur das Jugendkleid und die ersten beiden Jahreskleider sind oft braungrau, später zunehmend weiß. Bei erwachsenen Tieren leuchtet der Schnabel orangerot; besonders zur Brutzeit werden die Farben sehr intensiv. Beide Geschlechter sehen gleich aus, nur der schwarze Schnabelhöcker an der Basis des Oberschnabels - erst mit der Geschlechtsreife im Alter von 3-4 Jahren wird er voll entwickelt - ist bei männlichen Tieren stärker ausgebildet. Höckerschwäne wiegen durchschnittlich etwa 10-14 kg, aber auch 20 kg schwere Tiere sind keine große Seltenheit.

Lebensraum
Der bevorzugte Lebensraum von Höckerschwänen sind langsam fließende oder stehende Süßgewässer, aber auch im Brackwasser von Flußmündungen und auf kleinen, der schwedischen Küste vorgelagerten Inseln fühlen sie sich heimisch.

Ernährung
Höckerschwäne suchen tagsüber und auch bei Nacht nach Nahrung; dabei rupfen sie Gras und schwimmende Wasserpflanzen ab oder holen auch Pflanzen aus bis zu 1,5 m tiefem Wasser heraus. Tierische Nahrung wird wohl nur mehr zufällig zusammen mit Wasserpflanzen aufgenommen.

Fortpflanzung
Höckerschwäne verpaaren sich im Alter von 2-5 Jahren und bleiben meist ihr Leben lang zusammen. Bereits im Überwinterungsgebiet (halbwilde Tiere überwintern meist vor Ort) oder auf dem Rückzug im Frühling beginnt die Balz der wildlebenden Höckerschwäne. Sobald das Eis abgeschmolzen ist, nimmt das Brutpaar seinen etwa einen Quadratkilometer großen Nistbezirk in Besitz (bei günstigen Brutbedingungen nisten Schwäne auch dichter beieinander; halbzahme Tiere kommen ohnehin mit viel weniger Raum aus).

Das Nest bauen Höckerschwäne auf trockenen, erhöhten Standorten aus Schilf, Gras, Tang u. ä.; die Nistmulde selbst wird weich ausgepolstert. Der äußere Nestdurchmesser beträgt bis 2 m, die Höhe um 0,5 m.

Das Gelege besteht aus 4-9 graugrünen Eiern (Größe rund 12 x 7,3 cm, Gewicht 266 bis 374 g), die vom letzten Ei an ab Mitte April überwiegend vom Weibchen 35-36 Tage lang erbrütet werden.

Im Alter von 41/2 Monaten können die Jungvögel dann halbwegs fliegen, sie bleiben aber meist bis zum Beginn der neuen Brutperiode im Familienverbund bei den Eltern. Gegen Ende des Winters werden sie vom Männchen vertrieben.

Lebenserwartung
Die ältesten beringten (wildlebenden) Höckerschwäne erreichten ein Alter von 19 Jahren, jedoch ist die Sterblichkeit in den ersten Lebensjahren sehr hoch. Untersuchungen an englischen Populationen ergaben Ausfallquoten von 40-50% im ersten Lebensjahr. Bereits verpaarte Höckerschwäne hatten innerhalb von 5 Jahren 20% Verluste, unverpaarte Nichtbrüter sogar 35%.

Teichschwäne
Unter der Obhut des Menschen, womöglich regelmäßig von Spaziergängern gefüttert und von Park- und Wildwächtern mit »Schwanenhäuschen« als Nistplatz bestens versorgt, haben sich die Schwäne auf unseren Gewässern z. T. schon zur Unzahl vermehrt. Aggressiv, wie der Höckerschwan, besonders während der Brutperiode, nun einmal ist, bildet er oft eine Gefahr für andere Wasservögel, vor allem für Enten und Teichhühner.




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