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Hornrabe

Bucorvus caver

Herkunft: Afrika

Der Hornrabe oder Kaffernhornrabe ist mit 105 cm Gesamtlänge der größte der afrikanischen Nashornvögel und mit dem Nördlichen oder Sudanhornraben (Bucorvus abyssinicus) sehr nah verwandt.

Gestalt
Das ganze Gefieder ist schwarz, nur im Flug sind die weißen Handschwingen zu erkennen. Auf dem Schnabel trägt er ein großes, vorn geschlossenes Horn. Die unbefiederte Haut an Kopf und Hals ist beim Männchen leuchtend rot, beim Weibchen rot oder blau.

Lebensweise
Hornraben sind lokal verbreitete Standvögel und kommen von Kenia bis zum östlichen Südafrika vor. Meist wandern die Vögel paarweise oder in kleinen Familien über den Erdboden; damit unterscheiden sie sich von allen anderen in den Bäumen lebenden Nashornvögeln. Sie bewohnen offenes Gelände und lichte Wälder, auch die Ränder feuchter Grasebenen. Hier suchen sie nach kleinen Wirbeltieren und Insekten und werden als für den Menschen nützliche Tiere geschützt, denn es gehören auch Schlangen und Heuschrecken zu ihrer Nahrung.

Fortpflanzung
Die Fortpflanzungszeit wird durch die Regenzeit eingeleitet. Dann sind die Hornraben sehr ruffreudig. Sie äußern eine Folge von tiefen, grunzenden Lauten, die an Löwengebrüll erinnern.

Das Nest wird in dicken Bäumen angelegt (vorzugsweise Affenbrotbäume, Adansonia digitata). Im Gegensatz zu den anderen Nashornvögeln mauern sich die Weibchen während der Brutzeit nicht im Nest ein. Wenn die beiden Eier nach einem Monat vom Weibchen ausgebrütet sind, müssen die Jungen noch etwa neun Monate von den Altvögeln gefüttert werden. Erst nach drei Jahren werden sie geschlechtsreif, die Zeit vorher bleiben sie im Familienverband.

Auch während der Brutzeit sucht sich das Weibchen sein Futter selbst, deshalb muß es flugfähig bleiben. Die Mauser kann also nur schrittweise durchgeführt werden.




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