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Kolkrabe

Corvus corax

Herkunft: Mitteleuropa

»Raben« sind für viele Menschen alle größeren Rabenvögel wie z. B. Saatkrähen oder Nebelkrähen. Allein der maximal 65-67 cm große Kolkrabe aber trägt in Mitteleuropa diesen Namen zu Recht. Kolkraben sind die größten Singvögel (mit Ausnahme der langschwänzigen Paradiesvögel), obwohl ihre Stimme zugegebenermaßen etwas rauh klingt. Von den Krähen lassen sich Kolkraben im Flug durch ihren keilförmigen Schwanz unterscheiden, auch segeln sie gerne - im Gegensatz zu den etwas kleineren Krähen. Im übrigen bietet der viel kräftigere Schnabel ein gutes Unterscheidungsmerkmal.

Rufe
Erwachsene Kolkraben bleiben auch außerhalb der Brutzeit paarweise zusammen; beim Umherschweifen hört man ihre lauten »Klok-klok«-Rufe oft schon lange, bevor man die Vögel zu Gesicht bekommt. Das Rufrepertoire der Kolkraben ist sehr vielseitig; neben krähenartigen Rufen, typischen harten und kurzen »Kloks« und ähnlichen leiseren Balzrufen verfügen sie über eine Menge leiser Rufe, die sie bei Wohlbehagen zu langen »Gesängen« aneinanderreihen.

Verbreitung
Ursprünglich waren Kolkraben über weite Bereiche Nordamerikas und Eurasiens verbreitet; durch die fortgesetzte Verfolgung seitens des Menschen sind diese stattlichen Vögel heute jedoch vielerorts ausgerottet. Da sie sehr anpassungsfähig sind, bewohnen Kolkraben recht unterschiedliche Lebensräume.

Nahrung
Sowohl an der Küste als auch im Gebirge, in Wäldern und in Wüstenlandschaften suchen Raben nach vielerlei pflanzlicher und tierischer Nahrung. Tote Tiere, Gelege und Nestlinge anderer Vogelarten, Insekten, Fische und andere kleine Wirbeltiere gehören ebenso zum Speisezettel wie Beeren, Früchte und Sämereien. Gelegentliche Nesträubereien richten jedoch keinen nennenswerten Schaden bei anderen Vögeln an und dürfen keinesfalls Grund oder Vorwand für den Abschuß der wenigen noch in Westeuropa existierenden Kolkraben sein!

Fortpflanzung
Die Brutperiode beginnt schon im Februar oder März. Das Nest wird von beiden Partnern sorgfältig aus gröberem Astwerk, Zweigen, Erde, Gras und Moos sowie aus Haaren und ähnlichen weichen Materialien zusammengefügt, wobei Kolkraben erst einen soliden Unterbau errichten und dann darauf die Nistmulde formen.

Das Gelege besteht aus 4 -6 (3-7) bläulich oder grünlich gefärbten Eiern von etwa 5×3,3 cm Größe, die ausschließlich vom Weibchen 20-21 Tage lang erbrütet werden. Der männliche Rabe schafft derweil das Futter heran. Beide Altvögel versorgen die braunbedunten Nesthocker sehr sorgfältig, bis sie nach 5-6 Wochen den Horst verlassen. Die Nistplätze von Raben können - im Gegensatz zu den Krähen - auch an Felswänden und auf steilen Klippen liegen.

Die sprichwörtliche »Rabenmutter« ist durch reines Vorurteil entstanden; in Wirklichkeit ist das Brutpflegeverhalten bei Kolkraben so weit entwickelt wie nur bei wenigen Vögeln.

Gefährdung
Kolkraben stehen bei uns auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und stehen unter Schutz.




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