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Malaienbär

Helarctos malayanus

Herkunft: Indien

Mit dem Malaienbär haben wir den kleinsten Vertreter der Bären vor uns, wenn er auch in seiner Größe stark variieren kann und in einzelnen männlichen Exemplaren den Brillenbär an Körpergröße noch übertrifft. Er erreicht jedoch selten eine Schulterhöhe bis 70 cm. Sein Kopf ist groß und breit und besitzt eine lange, ausstreckbare Zunge, sowie gleich dem Lippenbär sehr bewegliche, vorstreckbare Lippen. Seine Gliedmaßen sind kurz, lang und kräftig bekrallt. Der Malaienbär besitzt das kurzhaarigste Fell aller Großbären, mit dem er fast wie geschoren wirkt. Überwiegend lackschwarz gefärbt, trägt der Sommerbär auf der Brust ein hufeisenförmiges kräftig- bis blaßorangefarbenes Abzeichen.

Lebensweise
Malaienbären sind Tag- und Dämmerungstiere Südostasiens. Sie bewohnen die Randzonen und Lichtungen tropischer und subtropischer Urwälder, wo sie behende in den Bäumen herumklettern und dort auch in den Baumhöhlen schlafen. Menschliche Siedlungen meiden sie nicht und werden dort auch als harmlose Gesellen geduldet.

Fortpflanzung
Wie alle Bären leben die Malaienbären als Einzelgänger, die das andere Geschlecht nur zur Paarungszeit aufsuchen. Diese ist über das ganze Jahr verteilt, also nicht auf bestimmte Monate beschränkt. Nach einer Tragzeit von etwa 96 Tagen bringt die Bärin 1 bis seltener 2 Junge zur Welt. Bei der Geburt wiegen die Jungen etwa 325 g. Über die Jugendentwicklung der Malaienbären ist bisher nichts bekannt, doch ist anzunehmen, daß sie sich nicht allzusehr von der ihrer nächsten Verwandten, den Lippenbären, unterscheidet.

Ernährung
Malaienbären ernähren sich überwiegend von Früchten, Beeren und zarten Pflanzenschößlingen, aber auch von Honig, Insekten und kleinen Wirbeltieren. Im Gebrauch ihrer kräftigen Krallen sind sie genauso geschickt, ausdauernd und kraftvoll wie die Lippenbären. Diese Eigenschaft läßt sie zu einem ständigen Problem für diejenigen Zoologischen Gärten werden, die sich mit ihrer Haltung beschäftigen. Außerordentlich ausdauernd lösen sie Stein für Stein aus dem Mauerwerk ihrer Gehege, so daß man ständig mit Reparaturarbeiten versorgt ist.

Bestand
Wahrscheinlich war der Malaienbär immer selten, doch gilt er heute als gefährdet.




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