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Ozelot

Leopardus pardalis

Herkunft: Mittel-, Südamerika

Sosehr uns das Fell des Ozelots und seiner Verwandten auch ein Begriff ist, so wenig wissen wir über die Lebensweise und Biologie dieser inzwischen recht selten gewordenen Katzen. Zu sehr stellte ihnen der Mensch nach, um aus ihren schönen Pelzen teure Modeartikel herzustellen, so daß ihr Bestand heute aufs äußerste bedroht ist.

Bei einer Kopf-Rumpf-Länge von 65-100 cm haben Ozelots einen 30-45 cm langen Schwanz. Das Fell des Ozelots ist plüschartig, oberseits ocker- bis blaß graugelb, unterseits weißlich. Dabei verteilt sich die kräftige Ocker- bis Orangefärbung auf die Tiere der feuchten Wälder, während bei den Bewohnern der trockenen Buschgebiete die graue Farbtönung überwiegt. Alle Farbvarianten sind kräftig schwarzbraun gefleckt, wobei am Rumpf nicht geschlossene Rosettenfleckenreihen überwiegen.

Verbreitung
Der Ozelot ist ein ausgesprochenes Nachttier der Baum- und Buschlandschaften des südlichen Nordamerika bis zum mittleren Südamerika.

Lebensweise
Er klettert vorzüglich, wenn er auch nicht die Gewandtheit des Nebelparders oder auch des Baumozelots erreicht. Der Ozelot ist nicht wie diese in der Lage, kopfabwärts von einem Baum zu steigen. Er ernährt sich in der Hauptsache von kleinen Nagern, erbeutet aber auch Affen, kleine Hirscharten und Vögel und nimmt auch mit Echsen und Wirbellosen vorlieb. Bei der Jagd und auf der Flucht schwimmt er gut.

Fortpflanzung
Nach einigen Berichten sollen Ozelote paarweise leben und in ständigem stimmlichen Kontakt zum Partner stehen. Die Fortpflanzungszeit ist offensichtlich nicht an bestimmte Jahreszeiten gebunden. Die Weibchen gebären nach etwa 70 Tagen Tragzeit 1-3 Junge.

Schutz
Ozelots unterliegen heute dem Schutz durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen.

Langschwanzkatze, Baumozelot (Leopardus wiedi)
Der Baumozelot gleicht dem Ozelot so sehr, daß sein Fell oft mit dessen Pelz verwechselt wird. Im ganzen ist er etwas kleiner und kurzbeiniger als der Ozelot, besitzt aber einen im Verhältnis zum Körper längeren Schwanz. Seine Kopf-Rumpf-Länge mißt 45-70 cm, sein Schwanz 35-50 cm. Wie bei seinem größeren Vetter, verläuft der Haarstrich beim Baumozelot an der Halsoberseite von hinten nach vorn.

Lebensweise
Der in den Wäldern Mexikos bis Südbrasiliens beheimatete Baumozelot ist einer der gewandtesten Kletterer unter den Katzen und wird wohl nur noch vom Nebelparder übertroffen. Seine Pfoten und Fußgelenke sind derartig elastisch und anpassungsfähig, daß er ähnlich schwerelos im Geäst herumturnt, wie dies baumbewohnende Affen tun. Als Nahrung erbeuten Langschwanzkatzen hauptsächlich Ratten, Beutelratten, Hörnchen, Affen und Vögel. Die Weibchen bringen nach einer Tragzeit von etwa 80 Tagen 1-2 Junge zur Welt.

Gefährdung
Der Baumozelot ist von Natur aus selten und wird durch Pelzjagd gefährdet. Er untersteht ebenfalls dem Schutz durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen.

Ozelotkatze, Oncilla, Tigerkatze (Leopardus tigrinus)
Der Langschwanzkatze zum Verwechseln ähnlich ist die mit 40-55 cm Körperlänge noch etwas kleinere Ozelotkatze. Ihr Haar ist jedoch nicht so plüschartig weich und der Wirbel im Nacken fehlt. Tigerkatzen sind reine Waldbewohner des tropischen Mittel- und Südamerika und in ihrer Lebensweise vermutlich ihren anderen Verwandten sehr ähnlich. Häufig treten bei ihnen Schwärzlinge auf.

Gefährdung
Auch die Ozelotkatze ist selten und durch Pelzjagd bedroht. Auch sie wird im Washingtoner Artenschutzübereinkommen aufgeführt.




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