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Pfeifgänse

Dendrocygna

Herkunft: globale Vorkommen

Die Pfeifgänse sind sehr gesellige Entenvögel der Alten und der Neuen Welt. Früher wurden sie »Baumenten« genannt. Dieser Name war sicher unglücklich, denn die durchaus schlanken, hochbeinigen und langhalsigen Vögel verkörpern nicht den Gestalttyp einer Ente; ebensowenig ist ihre Lebensweise ganz allgemein stark an Bäume gebunden. Wie die Gänse, tragen beide Geschlechter das gleiche Federkleid und gehen eine dauernde Paarbindung ein.

Alle Pfeifgänse schwimmen und tauchen gut, ihr Flug dagegen wirkt eher langsam und schwer.

Wenn wir die Verhaltensweise des »Aufbaumens« näher betrachten, so ist sie selbst bei derselben Art in den unterschiedlichsten Faunengebieten nicht einheitlich, in jedem Falle aber auf ein Schutzbedürfnis zurückzuführen.

Arten
Die Witwenpfeifgans oder Nonnenente (Dendrocygna viduata) oder die Gelbe Pfeifgans (Dendrocygna bicolor) leben an den tropischen und subtropischen Gewässern Südamerikas und Afrikas. Sie sind, wie alle Pfeifgänse, vorwiegend nachtaktiv und nehmen auch nachts ihre Nahrung auf. Während der Ruhepause am Tage sind sie in Südamerika - als Schutz vor den für sie gefährlichen Piranhas - auf Bäumen zu finden, während sie in Afrika auf den freien Wasserflächen ruhen. Die Tüpfelpfeifgans (Dendrocygna guttata; Indonesische Inseln, Neuguinea bis zum Bismarck-Archipel) scheint vorwiegend wassernahe Schlafbäume aufzusuchen. Andere Arten ziehen sich tagsüber in Sumpfwälder zurück (z. B. Kubapfeifgans, Dendrocygna arborea oder Zwergpfeifgans, Dendrocygna javanica), wo sie auf niedrigen Ästen sitzen oder auf dicht bewachsenen Wasserflächen schwimmen.

Lebensweise
Außerhalb der Brutzeit finden sich die Pfeifgänse mit Beginn der Abenddämmerung zur Nahrungsaufnahme in Gruppen oder großen Schwärmen zusammen. Die fast ausschließlich pflanzliche Nahrung finden sie in Sumpfwäldern, auf vegetationsreichen Binnenseen und Tümpeln; aber auch Kultur- und Graslandschaften (z. B. Palmenhaine, Reisplantagen) werden gern besucht. Auch am Tage sind manchmal Schwärme zu beobachten. Immer ist der Flug von einem typischen lauten und hellen Pfeifen begleitet, das für das menschliche Ohr durchaus angenehm klingt. Es wird bei beiden Geschlechtern mit der »Pauke« in der Luftröhre erzeugt. Bei der Zwergpfeifgans ist zusätzlich die 1. Handschwinge durch Einkerbung der Innenfahne zu einer Schallschwinge umgebildet, die beim Fliegen ein deutlich hörbares Pfeifen erzeugt. So wird der akustische Kontakt zu den Artgenossen gehalten.

Die Pfeifgänse verhalten sich zum Teil als Standvögel, können aber auch jahreszeitlich bedingte Wanderungen durchführen. Auch Niederschläge können Ursachen für kleinere Wanderungen sein. So wird der Beginn der Brutzeit in den verschiedenen Biotopen vom Nahrungsangebot geregelt, die Verbände werden ziemlich schnell aufgelöst. Bei der Herbstpfeifgans (Dendrocygna autumnalis) kann es, wenn ausreichende Nistmöglichkeiten vorhanden sind, auch zu lockeren Koloniebildungen kommen.

Fortpflanzung
Die Nester werden bei den meisten Arten am Boden gebaut. Aber auch Baumhöhlen, Astgabeln oder selbst verlassene Greifvogelnester können eine geeignete Niststätte bilden. Die Nester werden nicht mit Dunen ausgepolstert. Männchen und Weibchen beteiligen sich beide am Brutgeschäft, das 27-30 Tage dauert, und an der Aufzucht der Jungen, deren Dunenkleid bei allen 8 Arten durch eine helle Hinterkopfbinde ausgezeichnet ist.




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