World of AnimalsWorld of AnimalsE-mail: beratung@ch-edit.de




Rohrsänger

Acrocephalus

Herkunft: Europa, Asien, Australien, Afrika

Neben den Rohrsängern i. e. S. (Gattung Acrocephalus) tragen noch weitere Gattungen der Grasmücken den gleichen Namen; nicht immer zu Recht, denn viele Arten leben nicht ausschließlich im »Rohrwald«.

Lebensraum
Obwohl das bevorzugte Brutbiotop bei jeder Rohrsängerart leicht verschieden zu sein scheint, werden doch meist mehrere Arten nebeneinander angetroffen. Ob es dadurch zu einer zwischenartlichen Konkurrenz kommt, ist oft nicht bekannt. So ist z. B. der Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus; 12,5 cm Körperlänge) im gleichen Biotop wie der Drosselrohrsänger (A. arundinaceus; 19 cm Körperlänge) und der Schilfrohrsänger (A. schoenobaenus; 13 cm Körperlänge) zu finden. In diesem Fall muß der kleinere Teichrohrsänger dem größeren Drosselrohrsänger weichen.

Verbreitung
Die Rohrsänger sind in den gemäßigten Breiten der Alten Welt weit verbreitet. Als Beispiel gehört der Drosselrohrsänger zu einer Gruppe sehr ähnlicher Formen, die zusammen einen großen Teil Europas, Asiens und Australiens bewohnen. Die Vögel aus Gebieten, die starken jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen sind, sind grundsätzlich Zugvögel; sie überwintern in Nord- bis Südafrika bzw. Indien, Sri Lanka und Burma.

Gestalt
Alle Rohrsänger (18 Arten) sind auf der Oberseite braun oder rötlich braun gefärbt, z. T. heller gezeichnet; damit sind sie ihrem Lebensraum gut angepaßt und in der dichten Vegetation der Sumpf- und Röhrichtgebiete nur schwer auszumachen. Doch auch im dichten Gebüsch an Waldrändern und auf Waldlichtungen (z. B. Buschrohrsänger, Acrocephalus dumetorum) oder an gebüschreichen Grabenrändern (Sumpfrohrsänger, A. palustris) bietet die Gefiederfärbung eine hervorragende Tarnung.

Nahrung
Mit ihrem an der Spitze seitlich zusammengedrückten, hinten flachen Schnabel suchen die Vögel an Pflanzen nach Insekten. Der Tamariskensänger (A. melanopogon) fischt ebenso wie der Drosselrohrsänger den Hauptteil der Nahrung von der Wasseroberfläche.

Gefährdung
Der Drosselrohrsänger (A. arundinaceus) gehört bei uns zu den stark gefährdeten Arten, und auch der Schilfrohrsänger (A. schoenobaenus) ist in seinem Bestand bedroht.

Sumpfrohrsänger
Der häufigste Rohrsänger in Mitteleuropa ist der Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris). Er zählt mit einer Körperlänge von 12,5 cm zu den kleinsten Arten (z. B. Drosselrohrsänger: 19 cm). Er brütet in niederem Gebüsch an den Ufern der Flüsse, Bäche und Seen, streicht zur Nahrungsaufnahme aber auch über Äcker (Getreidefelder), wenn sie sich in der Nähe befinden. Das Männchen singt meist in unmittelbarer Nähe des Nestes. Der Gesang ist wohlklingender und variationsreicher als bei den anderen Rohrsängerarten und schließt fast stets Nachahmungen anderer Vogelstimmen ein. Der Vogel singt nicht nur den ganzen Tag über, oft auch die ganze Nacht hindurch. Bei anderen Arten, z. B. dem Schilfrohrsänger, wird der Gesang auch oft im Balzflug vorgetragen.

Brut
Die Nester der Rohrsänger, tiefe und sorgfältig gefertigte Näpfe, werden an senkrecht stehenden Halmen befestigt; werden sie im jungen Schilf dicht über der Wasseroberfläche errichtet, schieben sie sich mit dem Wachstum der Halme in die Höhe. Meist brüten und füttern beide Geschlechter.




Die World-of-Animals ist ein Projekt der Firma [ch@IT] Internet Komplettservice
Suchmaschinenoptimierung, Programmierung, WebHosting