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Saatkrähe

Corvus frugilegus

Herkunft: Europa, Asien

Über fast ganz Europa und weite Bereiche Asiens verbreitet sind die gesellig in oft großen Scharen lebenden Saatkrähen.

Gestalt
Diese etwa 46 cm langen Rabenvögel unterscheiden sich durch ihre Größe und das überall dunkle Gefieder von den kleineren Dohlen, mit denen sie sehr oft vergesellschaftet sind. Von anderen Krähen, insbesondere den Rabenkrähen, lassen sich Saatkrähen anhand des metallischen Schimmers auf ihrem Gefieder sowie an der (bei erwachsenen Tieren) unbefiederten weißlichen Schnabelwurzel auseinanderhalten. Junge Saatkrähen haben im ersten Lebensjahr noch ein bräunliches Jugendkleid und einen befiederten Schnabelansatz, aber bereits im ersten Winter fallen die Federn dort aus (keine Abnutzungserscheinung); seinen typischen violetten Metallglanz erhält das Gefieder erst bei mehrjährigen Vögeln. Ein weiterer Gegensatz zu Rabenkrähen ist das struppig über die Beine herabhängende Bauchgefieder (»Hosen«).

Fortpflanzung
Saatkrähen brüten in oft sehr individuenreichen Kolonien auf hohen Bäumen offener Kulturlandschaften. Auch in alten, großen Laubbäumen von Wäldern, Parkanlagen und selbst in den Kronen hoher Straßenbäume legen Saatkrähen bisweilen ihre umfangreichen Reisignester an. Hauptsächlich das Männchen schafft Nistmaterial herbei (auch Erde, Gras, Blätter u. ä.) das vom weiblichen Partner verarbeitet wird. Die Nistmulde kleiden Saatkrähen mit Haaren, Moos und dergleichen aus. Ab März (im Norden bis Mai) beginnt ausschließlich der weibliche Vogel mit der Brut (17-20 Tage); das Gelege besteht aus 3-5 Eiern. Die Nesthocker werden mit 29-35 Tagen flügge, verbleiben danach aber noch einige Tage in der Brutkolonie (Krähen).

Nahrung
Als Allesfresser suchen Saatkrähen gerne im lockeren Boden nach tierischer Nahrung und auch nach Sämereien. Bisweilen ernten sie daher auch frisch angelegte Saat; der damit angerichtete Schaden ist aber mit großer Wahrscheinlichkeit geringer als der durch die Vernichtung von Schadinsekten und ihren Larven gewonnene Nutzen. Besonders die Mülldeponien von Großstädten werden von überwinternden Saatkrähen eifrig nach Eßbarem abgesucht. Dort sind sie dann häufig in großen Schwärmen mit Dohlen und Möwen, im Osten auch mit Aasgeiern vergesellschaftet.

Wanderungen, Vorkommen
Saatkrähen und Dohlen aus östlichen Brutgebieten (Ukraine, Weißrußland) ziehen ab September-November nach Westen, wo sie in der Umgebung von Städten in Schlafplätzen zu Scharen (aus vielen tausend Tieren) zusammenkommen. Im März bis April wandern sie wieder in ihre sommerlichen Verbreitungsgebiete zurück. Die Lage der Schlafplätze und Brutkolonien bleibt meist über viele Jahre hinweg unverändert erhalten.




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