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Schnurrvögel

Pipridae

Herkunft: Südamerika

Zu den auffälligsten Vögeln der tropischen und subtropischen Wälder des südlichen Amerikas zählen die Schnurrvögel oder Manakins (niederl.: »Männchen«). Beide Namen gehen auf weiter unten geschilderte Verhaltensweisen zurück, die diese Familie der Schreivögel besonders kennzeichnen. Sie werden gern mit Meisen verglichen, nicht nur wegen ihrer Körpergröße (8,5-19 cm Körperlänge). Vielmehr ist ihre Lebensweise dafür verantwortlich.

Lebensweise
Die Schnurrvögel sind muntere und lebhafte Vögel, die in kleinen oder größeren Gruppen die Wälder nach Beeren und Insekten durchstreifen. Sie bilden auch Gesellschaften mit anderen insektenfressenden Vögeln; so sind sie mitunter in Schwärmen von Ameisenvögeln und Tangaren zu finden, die den Zügen der Wanderameisen folgen. Hier kommen ihnen die aufgescheuchten Insekten, die auf den Bäumen Schutz suchen, gerade recht. Sonst hüpfen sie auf der Suche nach Futter emsig von Zweig zu Zweig und fliegen selten über größere Strecken. Sorgfältig meiden sie offene Stellen, die keine ausreichende Deckung bieten.

Laute
Wenn auch der Stimmapparat wenig entwickelt ist, sind die Lautäußerungen der Schnurrvögel recht beeindruckend. Oft muß man sie aber genau kennen, um sie überhaupt mit einem Vogel in Verbindung zu bringen. So sind laute Geräusche zu hören, die wie das laute Knacken eines splitternden Astes oder das Knattern einer Fahne im Wind klingen. Wenn die Männchen aber ein Weibchen in ihr Revier locken, so zwitschern und pfeifen sie leise Locktöne, die bei einigen Arten in wohlklingende Strophen übergehen können. Der Name Schnurrvogel geht allerdings auf die »Instrumentalmusik« zurück, die bei der Balz mit umgebildeten Federn erzeugt wird.

Gestalt
Bei den meisten Arten (insgesamt etwa 60) unterscheiden sich die Geschlechter in ihrer Gefiederfärbung. Besonders am Kopf zeichnen sich die Männchen durch leuchtend gefärbte Gefiederpartien aus, die in starkem Kontrast zum grünlichbraunen oder samtschwarzen Körpergefieder stehen; andere haben lebhaft gefärbte Schenkel, die bei der Balz zur Schau gestellt werden. Dagegen sind die olivgrünen Weibchen recht unscheinbar. Ebenso können die Geschlechter auch vollkommen gleich gefärbt sein (z. B. Drosselmanakin, Schiffornis turdinus; mit 19 cm Körperlänge die größte Art) oder allein in der Färbung des Oberkopfes abweichen. Typisch für die Körpergestalt der Schnurrvögel sind der kurze Schwanz, die kurzen Flügel und die zierlichen Beine. Der am Grunde recht breite Schnabel läuft spitz aus, wobei der Oberschnabel den Unterschnabel etwas überragt.

Fortpflanzung
Zumindest bei den Arten, die einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus zeigen, treffen die Geschlechtspartner nur in der Balzzeit zusammen. Durch das ausgeprägte Balzverhalten (Pipras) locken die polygamen Männchen die Weibchen an. Es kommt aber nicht zu einer festen Paarbindung, so daß die Weibchen in einer Saison von verschiedenen Männchen begattet werden. Die Balzplätze können weit auseinander liegen, bei anderen Arten balzen Gruppen von 20 oder mehr Männchen gemeinsam. Die Gruppenbalz ist übrigens auch außerhalb der Paarungszeit häufig zu beobachten.

Wie bei allen Vogelarten ohne feste Paarbindung, ist es allein Aufgabe des Weibchens, sich um den Nestbau und die Aufzucht der Jungen zu kümmern. Das Nest ist ein sehr dünnwandiges Körbchen, das aus Gras, Pflanzenfasern und Tierhaaren in der Gabelung eines waagerechten Astes, oft hoch über dem Boden, gebaut wird.




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