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See-Elefanten

Mirounga

Herkunft: antarktische Gewässer

Die größten Vertreter der Robben stellen die See-Elefanten, die mit zwei Arten die subarktischen Inseln nördlich des 60. südlichen Breitengrades bewohnen. Sie besitzen ein spezialisiertes Gebiß mit rückgebildeten Schneidezähnen und kleinen, einspitzigen Backenzähnen. Männchen erreichen eine Länge von über 6,5 m und ein Gewicht bis zu 3600 kg. Die Weibchen bleiben erheblich unter diesen Maßen und bringen es auf die Hälfte der Länge und ein Viertel des Gewichtes der Männchen. Das hervorstechendste Merkmal der Rüsselrobben, zu denen auch die Klappmütze gehört, ist die in Erregung besonders stark hervortretende, rüsselartig verlängerte Nase der Männchen.

Arten
Im einzelnen unterscheiden wir folgende zwei Arten: 1. Südlicher See-Elefant (Mirounga leonina), der heute in den Gewässern um Südgeorgien, den Falklandinseln und den Kerguelen sowie einigen anderen Inseln nördlich der Südpolarmeere vorkommt, nachdem er in einem sehr viel weiter reichenden Verbreitungsgebiet ausgerottet wurde. - 2. Nördlicher See-Elefant (Mirounga angustirostris), der heute nur noch in den Gewässern um Guadeloupe und den Galápagos-Inseln lebt.

Lebensweise
Als überwiegend nachtaktive Tiere jagen See-Elefanten Fische von Herings- bis Dorschgröße. Eingedenk ihrer unbeholfenen Bewegungen an Land vermutet man bei diesen Kolossen nicht die flinken, wendigen Bewegungen, die sie im Wasser zeigen. Während der Hauptzeit des Jahres leben die See-Elefanten in Trupps im offenen Meer. Zweimal im Jahr begeben sie sich jedoch an seit Generationen angestammte Strände. Das erste Mal im südlichen Frühling, von Ende August bis Mitte September, erscheinen zuerst die Bullen an den Küsten der antarktischen Inseln. Dort erkämpfen sich die stärksten Tiere die besten Plätze direkt am Wasser und erwarten die Weibchen, die Ende September erscheinen. Jetzt sammelt der Bulle nach Art der Ohrenrobben einen Harem von 10-15 Weibchen um sich, über die er ständig wachen muß, da die an Land wesentlich behenderen Weibchen häufig mit jüngeren Bullen »anbändeln«.

Fortpflanzung
Nur wenige Tage nach der Ankunft gebären die Weibchen ihre etwa 1 m langen Jungen, die sie etwa 3 Monate lang säugen. Danach rückt die Paarungszeit näher, und die Mütter vertreiben die Jungen aus ihrer unmittelbaren Nähe, da bei der unbeholfenen Paarung Lebensgefahr für die Kleinen besteht. Jetzt kann man überall an den Stränden das typische Ächzen und Brüllen der Bullen vernehmen.

Ende Oktober ist die erste »Landzeit« vorbei und die See-Elefanten begeben sich ins Meer, um die eingebüßten Nahrungsreserven wieder aufzufüllen. Aber bereits einen Monat später erscheinen die Tiere wieder an der gleichen Stelle, um nun, einträchtig nebeneinanderliegend, die Haarung durchzumachen. Während dieser Zeit wechseln die See-Elefanten nicht nur ihr kurzes, glattes Fell, sondern sie erneuern auch die gesamte Oberhaut in charakteristischer Weise. Ist diese Prozedur überstanden, begeben sich die Tiere wieder ins offene Meer, wo sie bis zum nächsten Frühjahr bleiben.

Kämpfe der Bullen
Während der Fortpflanzungszeit sind die Bullen sehr aggressiv gegenüber anderen Männchen. Häufig sieht man sie, wie sie sich in charakteristischer Kampfesweise mit hoch erhobenem Vorderkörper gegenüberstehen, um sich dann der Länge nach auf den Gegner fallen zu lassen. Diese Kampfesweise, die sie auch gegenüber dem Menschen einsetzen, ermüdet die Tiere jedoch sehr rasch, so daß sie sehr bald erschöpft in Tiefschlaf fallen.

Bestand
Nachdem der Südliche See-Elefant vollkommen geschützt wurde, sind die Bestände jetzt stabil, und es besteht keine unmittelbare Bedrohung mehr. Auch für den Nördlichen See-Elefanten gilt, daß sich die Bestände soweit erholt haben, daß keine unmittelbare Bedrohung mehr besteht.




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