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Sikahirsch

Cervus nippon

Herkunft: Asien

Die Widerristhöhe der Sikahirsche schwankt von 75-110 cm, ihr Gewicht von 22-110 kg. Die 13 Unterarten sind von recht unterschiedlicher Größe. Die größten Rassen sind der Dybowskihirsch aus dem südlichen Ussurigebiet und der Mandschurische Sika. Die kleinsten kommen auf Taiwan und in Japan vor. Im Pleistozän lebte das Sikawild auch in Europa.

Das kapitale Geweih des Sikahirsches weist 8 oder 10 Enden auf. Augsprosse, Mittelsprosse und Endgabel sind vorhanden; der Aufbau des Geweihs ähnelt dem des Rothirsches. Im Bast ist das Geweih rot gefärbt.

Das Fell der Dybowskihirsche ist weiß gefleckt. Im Winter verschwinden die weißen Flecken mehr oder weniger in der dunkel graubraunen Grundfarbe. Das Sommerfell ist leuchtend rot bis kastanienbraun. Über den Rücken läuft ein dunkler Aalstrich, der sich in der schwarzen Schwanzoberseite fortsetzt. Der weiße Spiegel ist schwarz eingefaßt.

Lebensraum
Sikahirsche bewohnen Wälder und Parklandschaften in der Ebene und im Gebirge.

Lebensweise
Diese Hirsche finden sich zuweilen zu großen Herden zusammen. Sie sind sowohl am Tage als auch in der Nacht aktiv. Über ihre Lebensweise in freier Wildbahn ist nicht viel bekannt, da nur noch wenige Tiere in Freiheit leben.

Ihre Feinde sind Tiger, Leoparden und Wölfe oder Rothunde, je nach Verbreitungsgebiet.

Fortpflanzung
Die Brunft dauert von November bis Dezember. Während dieser Zeit kämpfen die Hirsche miteinander. Der Brunftruf ist ein lauter, schriller Schrei, den die Hirsche vorwiegend in der Dämmerung ausstoßen. Nach einer Tragzeit von durchschnittlich 223 Tagen wird ein geflecktes Kalb gesetzt. Zwillingsgeburten sind eine Ausnahme.

Beziehungen zum Menschen
In Japan ist der Sikahirsch ein beliebtes Parkwild, das halbzahm wird. Eine sehr bedeutende Rolle spielen verschiedene Sika-Rassen für die Panten-Gewinnung. Die mit Sexualhormonen angereicherten Bastgeweihe werden den Hirschen abgesägt. Die getrockneten und pulverisierten Bastgeweihe stellen das Panten dar. Dieses spielt eine bedeutende Rolle in der Volksmedizin Ostasiens. Panten wird dementsprechend hoch bewertet. Die Pantenjagd hat die Bestände ostasiatischer Hirscharten ernsthaft bedroht. Da die Hirsche so selten geworden sind, daß sich die Jagd nicht mehr lohnt, wurden in vielen Teilen Chinas, Sibiriens und anderer asiatischer Länder Hirschfarmen zur Pantengewinnung eingerichtet.

Die Hirsche werden zur »Ernte« in ein enges Gatter getrieben, wo man ihnen die Geweihstangen entfernt und die Tiere anschließend wieder in das Farmgelände entläßt.

Gefährdung
Sikahirsche sind in ihrem Bestand bedroht. Der Dybowskihirsch (Cervus nippon dybowskii) ist in freier Wildbahn bereits ausgerottet.




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