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Sturmtaucher

Procellariinae

Herkunft: globale Vorkommen

Neben der Gattung Puffinus gehören noch der häufige, 54 -55 cm große Weißkinn-Sturmvogel (Procellaria aequinoctialis) aus den südlichen Meeren als größter Vertreter der Sturmtaucher und eine nahe verwandte, seltene Art, der Schwarzsturmvogel (Procellaria parkinsoni) sowie der 45- 49 cm lange Grausturmvogel (Adamastor cinereus), zu dieser Unterfamilie der Sturmvögel.

Gattung Puffinus
Hier sind die 14 Arten der Eigentlichen Sturmtaucher zusammengefaßt. Sie leben sowohl auf der nördlichen wie auf der südlichen Erdhalbkugel (hier sind die meisten Arten verbreitet) und unternehmen weite Wanderungen, die sie auch über den Äquator führen.

So brütet der 40-50 cm große Ruß- oder Dunkle Sturmtaucher (P. griseus) auf der Südinsel Neuseelands sowie auf Inseln der Bass-Straße (zwischen Australien und Tasmanien) und in den Gebirgslagen Südamerikas (einschließlich Falklandinseln). Von den Brutkolonien im australischen Raum (Bass-Straße), wo auch einige Millionen Kurzschwanz- oder Millionensturmtaucher (P. tenuirostris) brüten, ziehen die herangewachsenen Sturmtaucher (beide Arten) nordwärts bis in die subarktischen Gewässer der Beringsee, drehen nach Osten ab und wandern in einem kreisförmigen Schleifenzug entlang der Küste Nordamerikas südwärts, um dann über die Weiten des Pazifiks wieder zu den Nistplätzen zurückzukehren. Auch im atlantischen Bereich ziehen Dunkelsturmtaucher während des Südwinters nordwärts bis zu den Küsten Grönlands.

Die 45-53 cm langen Großen oder Kappensturmtaucher (P. gravis), die in großen Kolonien von etwa 2-2,5 Millionen Vögeln nur auf Tristan da Cunha und der Gough-Insel brüten, dringen auf ihren winterlichen Wanderungen im nordischen Spätsommer bis Herbst in großen Scharen sogar bis zum nördlichen Polarkreis (Baffin-Bay) vor.

Von Norden nach Süden dagegen zieht regelmäßig der 35-37 cm große Schwarzschnabel-Sturmtaucher (P. puffinus). In mehreren Rassen (von recht unterschiedlicher Färbung) ist er als Brutvogel über die Inseln und Küsten des Mittelmeers, Atlantiks (Island, Färöer, Britische Inseln, Bretagne, Azoren, Madeira und Bermudas) und Pazifiks (Niederkalifornien, Neuseeland) verbreitet. Im Winter ziehen die nordischen Populationen südwärts bis nach Argentinien.

Wissenschaftliche Untersuchungen an den europäischen Brutvögeln haben erstaunliche Tatsachen aufgedeckt: so beträgt die Sterberate innerhalb einer Brutpopulation von Schwarzschnabelsturmtauchern nur 5%; dies gilt wahrscheinlich für die meisten der langlebigen Röhrennasen. Diese Seevögel haben somit eine ungewöhnlich geringe und sehr viel niedrigere Ausfallquote als z. B. Möwen und ihre Verwandten, was z. T. auch erklären mag, warum wenig Nachwuchs und die lange Entwicklungszeit ausreichen, um den Fortbestand der Röhrennasen sicherzustellen.

Wo der Mensch allerdings eingreift und die noch flugunfähigen, fetten »Hammelvögel« (Sturmvögel) nach dem Abwandern der Altvögel in Massen abschlachtet, kann es unheilvolle Folgen für den Fortbestand einer Art nach sich ziehen. In jüngerer Zeit wurde die Jagd auf die Jungen der 33-35 cm langen Millionensturmtaucher etwas eingeschränkt. Die Jungvögel dieser Art sind am Ende der Fütterungsperiode um etwa 80% schwerer als ihre Eltern. Millionensturmtaucher brüten 52-55 Tage lang.

Beim 45-55 cm großen Gelbschnabel-Sturmtaucher (Puffinus diomedea), der auf Inseln des Mittelmeeres und auf einigen atlantischen Inseln (z. B. Azoren, Kapverden) brütet, lassen die Eltern ihr Junges im Alter von 60 Tagen allein. Nach weiteren 10-15 Tagen fliegt der Jungvogel dann nachts aufs Meer hinaus. Ihre erste Brut ziehen Sturmtaucher erst im Alter von 5-6 Jahren hoch. Oft kehren dann die Vögel genau zu denselben Kolonien zurück, in denen sie geschlüpft sind. Wenn Millionensturmtaucher gegen Ende September nach ihren Wanderungen wieder an den Brutplätzen eintreffen, kümmern sie sich kurz um den Zustand ihrer Nisthöhlen und fliegen danach erst einmal wieder aufs Meer hinaus. Etwa um den 20. November herum kehren dann alle Vögel zur Kolonie zurück und beginnen in den darauffolgenden 2 Wochen mit der Brut.




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