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Thunfisch

Thunnus

Herkunft: warme und gemäßigte Meere

Mit mehreren Gattungen gehören Thunfische zur Familie der Makrelen. In ihrem Blutgefäßsystem unterscheiden sie sich von allen anderen Fischen. Ihre Körpertemperatur liegt nämlich um 6-12°C über der umgebenden Wassertemperatur - also fast ein Zustand von »Warmblütigkeit«. Sicherlich hängt dieses Phänomen mit ihrer ständigen Aktivität zusammen. Die Muskelarbeit, die bei den schnellen Schwimmbewegungen dieser großen Fische ständig geleistet wird, erzeugt die deutlich erhöhte Temperatur.

Wanderungen
Sowohl zur Laichzeit als auch bei der Verfolgung von Fischschwärmen unternehmen Thunfische weite Wanderungen, die sie sogar über den Atlantik führen. So wurde in den 1920er Jahren bei Sardinien ein Thun gefangen, der einen Angelhaken aus den USA trug. 1959 fand man in der Biskaya 2 Thunfische, die 5 Jahre zuvor in Massachusetts markiert worden waren. Auch für den Weißen Thunfisch sind weite Wanderungen nachgewiesen worden. 1953 fingen japanische Fischer ein Tier, das fast 1 Jahr vorher bei Los Angeles markiert worden war. Es hatte 7800 km zurückgelegt.

Großer Thunfisch (Thunnus thynnus)
Dieser Thunfisch, auch Roter Thun genannt, lebt in allen warmen und gemäßigten Meeren, auch an den europäischen Küsten bis nach Norwegen, besonders aber im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Sogar in die Ostsee dringt er gelegentlich ein. Als seine eigentliche Heimat wird das Mittelmeer angesehen. Hier erreicht er als größte Thunfischart bei Längen bis zu 5 m Gewichte von mehr als 800 kg. In Gruppen von 30-60 Tieren, sogenannten »Schulen«, jagen Thunfische dicht an der Wasseroberfläche nach Makrelen, Heringsfischen und anderen, dringen aber auch in größere Tiefen vor, wo sie Lengfische, Rotbarsche, kleinere Haie und Tintenfische erbeuten. Mitte des Jahres ziehen die Thunfische zu Tausenden ins Mittelmeer, um an den Küsten zu laichen. Dabei werden sie in großen Scharen in Sperrnetze mit Fangkammern (Tonnare) getrieben und abgeschlachtet. Vor der Westspitze Siziliens ist der wichtigste Fangplatz. Hier wird das Fleisch in einer Konservenfabrik sofort verarbeitet, da es sehr leicht verderblich ist. Im Atlantik werden Thune vorwiegend mit der Angel erbeutet, auch mit Harpunen wird Jagd auf sie gemacht.

Weitere Thunfischarten
Der Weiße Thunfisch oder Germon (Thunnus alalunga) ist besonders leicht an seinen extrem langen Brustflossen mit hellen Spitzen zu erkennen. Er hat ein ähnliches Verbreitungsgebiet wie der Gewöhnliche Thun. Auf die warmen Meere beschränkt ist das Vorkommen des Gelbflossen-Thunfisches oder Albacore (Thunnus albacares). Einige kleinere Thunfischarten sind gefleckt, so im Atlantik der Thonine (Euthynnus alleteratus) und im Indopazifik Euthynnus yaito. In mehreren Arten sind die wie der verwandte Bonito gestreiften Pelamiden (Gattung Sarda) in tropischen und gemäßigten Meeren weit verbreitet; sie sind wichtige Nutzfische.

Spanische Makrelen (Gattung Scomberomorus)
Trotz ihres Namens sind diese langgestreckten Thunfisch-Verwandten weltweit verbreitet. Die Königsmakrele (Scomberomorus cavalla) von der amerikanischen Atlantikküste erreicht als größte Art Längen bis zu 1,70 m und kann über 45 kg wiegen. Im indopazifischen Raum wird sie durch die etwas kleinere Spanische Makrele (Sc. commersoni) vertreten. In ihre unmittelbare Verwandtschaft gehört auch der ebenso große Wahoo (Acanthocybium solandri), ein in allen tropischen Weltmeeren verbreiteter Schnellschwimmer. Alle genannten Arten sind schmackhafte und deshalb begehrte Speisefische - ganz im Gegensatz zu den kleinen Fregattenmakrelen (Gattung Auxis), die in Schwärmen in tropischen Meeren leben und wegen ihres dunklen Fleisches nicht gern gefangen werden. Bekannteste Art ist der Unechte Bonito (Auxis rochei), der auch Melva genannt wird.




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