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Wanderalbatros

Diomedea exulans

Herkunft: Südhalbkugel

Die Wanderalbatrosse gehören mit 1,1 bis 1,33 m Gesamtlänge und einer maximalen Spannweite von 3,3-3,8 m zu den größten Albatrossen und Vögeln überhaupt. Diese Maße gelten für ausgewachsene männliche Tiere; die Weibchen sind bis auf ihre schwarzen Kopfoberseiten gleich gefärbt, bleiben aber kleiner. Die Spannweite der Flügel, von der äußersten der 11 Handschwingen bis zur gegenüberliegenden, beträgt 3-3,5 m, in Ausnahmefällen bis 4,5 m. Der Wanderalbatros ist damit der Spannweite nach der »größte Vogel der Welt«. (Nach Gewicht und Länge wird er vom Kondor [Geier] übertroffen.) Außerdem ist die Anzahl von 37 Armschwingen bei den Wanderalbatrossen die höchste aller Vögel. Der Schwanz trägt 12 Steuerfedern und wird 24 cm lang; der mächtige, gelb oder rötlich gefärbte Schnabel erreicht 17,5-20 cm Länge. Wanderalbatrosse werden bis zu 8 kg schwer. Ältere Exemplare (10-20 Jahre alt) haben zunehmend mehr Weiß im Gefieder, bis sich schließlich nur noch die Spitzen der Flügel schwarz vom weißen Restgefieder abheben.

Wanderungen
Wanderalbatrosse tragen ihre Namen völlig zu Recht, denn sie ziehen weit über die südlichen Ozeane hin und her, wobei sie sich meist zwischen 60° S und 30° S aufhalten; nur gelegentlich stoßen sie nordwärts bis zum Wendekreis des Steinbocks vor. Als sehr seltene Ausnahme verirren sich Wanderalbatrosse auch auf die Nordhalbkugel.

Brut
Nur zur Brutzeit suchen diese Albatrosse Land auf, um dort alle 2 Jahre 1 einzelnes Jungtier großzuziehen. Geschlechtsreif werden Wanderalbatrosse oft erst nach 7 Jahren, und selbst dann fallen die Bruten oftmals noch nicht erfolgreich aus. Die Brutgebiete liegen auf Tristan da Cunha, den Gough-Inseln, Südgeorgien, den Marion-, Prinz-Edward- und Crozet-Inseln, den Kerguelen, Auckland- und Antipoden-Inseln sowie auf einigen weiteren kleinen Inseln der südlichen Meere.

Die Balz der Albatrosse läuft mit stark ritualisierten Ausdrucksbewegungen ab. Schnabelklappern, Schnabelfechten und Kopfhochwerfen gehören ebenso dazu wie »tanzende« Schrittfolgen und eine ganze Anzahl von typischen Rufen. Ansonsten äußern Wanderalbatrosse nur selten (meist in Auseinandersetzungen um Nahrung auf dem Meer) rauhe, krächzende Rufe.

Die Brutperiode währt von Dezember bis April. Wanderalbatrosse brüten bisweilen kolonieweise, manchmal aber auch einzeln, und errichten ein etwa 40 cm hohes Bodennest. Beide Altvögel teilen sich das 77-81 Tage währende Brutgeschäft und auch die lange Periode der Jungenaufzucht. Im Alter von 8-9 Monaten erst werden junge Wanderalbatrosse langsam selbständig; geflogen sind sie schließlich nach 9-10 Monaten.

Im Jugendkleid sehen diese Bewohner der Hochsee überwiegend braun aus (weiße Flügelunterseiten). Nach dem Selbständigwerden ziehen Wanderalbatrosse von ihrem Brutgebiet wohl häufig der Westwinddrift entgegen nach Westen. So gelangten beringte Vögel von Südgeorgien (Inseln östlich vor der Südspitze Südamerikas) bis nach Australien.




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