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Weihen

Circinae

Herkunft: Europa

Mit 9-11 Arten bildet die Gattung Circus die grĂ¶ĂŸte Gruppe dieser Greifvögel. Zu ihr gehören auch die - unter anderem - in Europa als Brutvögel heimische 48-56 cm lange Rohrweihe (Circus aeruginosus) als grĂ¶ĂŸter Vertreter, die 43-55 cm lange Kornweihe (C. cyaneus), die 41-46 cm lange Wiesenweihe (C. pygargus) und schließlich (nur in SĂŒd-, SĂŒdost- und Osteuropa als Brutvogel vertreten) die 43-48 cm lange Steppenweihe (C. macrourus). Im asiatischen Raum reicht ihr Brutgebiet bis zum Baikalsee und nach Turkestan. Die Rohrweihe ist als Brutvogel ĂŒber Nordafrika, Europa (ohne Britische Inseln) und Asien (Vorderasien bis Sachalin und Korea) sowie auf den Inseln Neuguinea, RĂ©union, Madagaskar und den Komoren verbreitet. Die Kornweihe brĂŒtet in Nordamerika, -asien und Europa, wĂ€hrend das Brutareal der Wiesenweihe vom Norden Marokkos ĂŒber Europa bis ins sĂŒdliche und mittlere Sibirien und in den Nordiran reicht. Zum Winter hin ziehen Weihen der gemĂ€ĂŸigten Gebiete sĂŒdwĂ€rts in tropische Winterquartiere.

In Europa ist der Bestand an Rohr-, Korn- und Wiesenweihen stĂ€rkstens gefĂ€hrdet, da durch Abschuß der Brutvögel, Eierraub und besonders durch die stĂ€ndig fortschreitende Beunruhigung der Brutbiotope durch den Menschen und durch Trockenlegung von Feuchtgebieten immer weniger Bruten erfolgreich verlaufen. Alle 3 Weihenrarten, die bei uns sĂ€mtlich auf der Roten Liste stehen, verdienen unbedingt völligen Schutz sowie die Erhaltung und Wiederherstellung geeigneter Brutgebiete, um als Art zu ĂŒberleben.

Merkmale
Typische Kennzeichen der Weihen sind das schlanke Flugbild, die langen LĂ€ufe und der fast eulenĂ€hnliche Gesichtsschleier aus besonders spezialisierten Federn der Kopfseiten. Mit Ausnahme der Rohrweihen, wo beim MĂ€nnchen nur Teile der FlĂŒgel und der Schwanzkrausen blaugrau sind, heben sich mĂ€nnliche Weihen im Alterskleid durch ihr fast einheitlich hellgraues Gefieder (die Handschwingen sind immer dunkel) deutlich von den braunen und grĂ¶ĂŸeren Weibchen ab. Auch der schaukelnde Flug mit nach oben angewinkelten FlĂŒgeln ist ein gutes Erkennungsmerkmal fĂŒr Weihen. Weihen gleiten auf der Suche nach Beute - kleinen SĂ€ugetieren und Vögeln (besonders deren Eier und KĂŒken) sowie gelegentlich Reptilien und auch Insekten - im typisch schaukelnden Flug dicht ĂŒber Feldern, Röhrichtdickichten, GrasflĂ€chen und Sumpfgebieten dahin und ĂŒberraschen ihre Beutetiere unter Ausnutzung aller vorhandenen Deckungsmöglichkeiten.

Brut
Mit Ausnahme der Fleckenweihe (Circus assimilis; Australien, Timor und Celebes) legen alle Weihen Bodennester an, die von beiden Partnern gemeinsam gebaut werden (das Weibchen ĂŒbernimmt oft den grĂ¶ĂŸeren Anteil). Von mehreren Nestanlagen wĂ€hlt schließlich das Weibchen den endgĂŒltigen Horst aus; die anderen dienen als Ruhe- und KröpfplĂ€tze (zum Zerteilen der Nahrung) sowie oft auch der Begattung.

Das Gelege besteht meist aus 3-6 Eiern, die je nach Art 27-39 Tage lang (meist vom 1. Ei an) allein vom Weibchen erbrĂŒtet werden, wĂ€hrend der mĂ€nnliche Brutpartner die Nahrung herbeischafft. Beim SchlĂŒpfen tragen junge Weihen bereits ein weißes oder rötlichbraunes Dunenkleid, das sie bald gegen ein 2. dichteres und meist dunkleres Dunengefieder auswechseln. In den ersten Tagen hudert und fĂŒttert (»atzt«) allein das Weibchen die Jungen, von denen oft das kleinste stirbt und mit verfĂŒttert wird. SpĂ€ter jagen

beide Altvögel und ziehen den Nachwuchs groß.

Nach etwa 35-40 Tagen werden junge Weihen flĂŒgge, bleiben aber noch weitere 2-3 Wochen mit den Eltern in HorstnĂ€he zusammen. Die Geschlechtsreife erreichen sie im 2. (ĂŒberwiegend Weibchen) bis 3. Lebensjahr. Die Ă€ltesten bekannten Ringvögel wurden ĂŒber 7 Jahre (Wiesenweihe), 13 Jahre (Kornweihe) und ĂŒber 16 Jahre alt (Rohrweihe).




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