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Westfälisches Kaltblut

Equus

Herkunft: Deutschland

Dem alten Rheinisch-Deutschen Kaltblut ähnlich, doch etwas drahtiger und leichter. Großer, ausdrucksvoller Kopf, der von einem kurzen, mächtigen Hals getragen wird. Massive Schulter in günstiger Lage, kaum Rist. Breiter und tiefer Rumpf, gute Vorderhand. Kompakter Rumpf, kurzer Rücken, abfallende Spaltkruppe. Diese ist stark bemuskelt, ausreichend lang, mit tiefem Schweifansatz. Trockenes, dabei mächtiges Fundament mit Behang. Gute Gelenke, stabile Hufe, kurzbeinig. Gute Aktion, leichtfuttrig und
leistungsbereit. Braune, Rotschimmel, Füchse; Größe zwischen 160 um 165 cm Stockmaß.

Mit dem Aufschwung des Rheinisch-Deutschen Kaltblutes kam im benachbarten Westfalen ein eng verwandter Schlag zu größerer Bedeutung. Bereits 1881 hatte man mit dem belgischen Ardenner-Hengsten Flick und Flock zu züchten begonnen, um die Jahrhundertwende kristallisierte sich eine eigenständige Rasse heraus. Nach 1945 konnte durch die Einkreuzung von Schweden-Ardennern die Drahtigkeit und Trockenheit verbessert werden. Der Rasse kommt heute eine Schlüsselposition zu, da aus ihr auch alle benachbarten Zuchtgebiete mit Pferden versorgt werden. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Zucht durch Vergabe von Fohlen- und Aufzuchtprämien, um dieses wertvolle Kulturgut zu erhalten.

Mit freundlicher Genehmigung des Kosmos Verlag entnommen aus:
Haller, Der neue Kosmos Pferdeführer; 4. aktualisierte Auflage (c) 2009 Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart





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