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Zilpzalp

Phylloscopus collybita

Herkunft: Mitteleuropa

Wie der Fitis gehört auch der Zilpzalp zu den in den Wäldern, Parks und Gärten Mitteleuropas sehr verbreiteten Laubsängern. Diese kleinen, unscheinbaren und sehr behenden Vögel leben im Blattwerk der Baumkronen, wo sie die Blätter nach kleinen Insekten absuchen. Ab und zu fangen sie die Beute auch im Flug. Im Herbst stehen zusätzlich reife Holunderbeeren und andere kleine Früchte auf dem Speisezettel.

Verbreitung
Die Brutgebiete des Zilpzalps erstrecken sich von der westlichen gemäßigten und arktischen Region Europas und Asiens südwärts bis in die mediterranen Gebiete, und zwar bis hinauf in die montanen Eichen- und Kiefernwälder in 2000 m Höhe. Birken- und Pappelwälder entlang den Flußufern werden dagegen gemieden. Vor Einbruch der kälteren Jahreszeit zieht der Zilpzalp in die Mittelmeerländer oder sogar bis in die trockenen Savannen Afrikas nördlich des Äquators. Nur selten konnten in West- und Mitteleuropa Überwinterungsversuche beobachtet werden.

Merkmale
Im Feld ist der Zilpzalp vom Fitis nur am Gesang zu unterscheiden: dieser wird in Mitteleuropa als monotones »Zilpzalp« (in unregelmäßiger Reihenfolge) vorgetragen. Davon weicht der Gesang der außereuropäischen Rassen mehr oder weniger ab. Oberseits grünlichgelb im Gegensatz zur weißlichen Unterseite, ist der 11 cm große Vogel durch die dunklen Füße gekennzeichnet. Im Sitzen schlägt der Zilpzalp häufig mit den Flügeln oder wippt mit dem leicht ausgebuchteten Schwanz nach unten: eine Verhaltensweise, die auch andere Laubsänger gern zeigen.

Brut
Häufig beziehen die Brutpaare in Mitteleuropa schon vor Mitte März ihr Revier, das sie nur noch selten verlassen. In 10 -11 Tagen errichtet das Weibchen allein einen rundlichen Nestbau mit seitlichem Eingang, der aus relativ locker zusammengefügten Halmen, Moos und anderen Pflanzenteilen besteht. Gewöhnlich ruht das Nest auf einer Unterlage aus altem Laub und wird unmittelbar am Boden oder im Schutze des dichten Unterwuchses gebaut. Es kann aber auch etwas erhöht im Kraut oder im Buschwerk angebracht sein.

Die durchschnittlich aus 5- 6 Eiern (regional 4 -9) bestehenden Gelege können im Süden ab Ende April vollständig sein und werden nur vom Weibchen gebrütet. Auch an der Fütterung der Jungen, die nach etwa 14 Tagen schlüpfen, beteiligt sich das Männchen kaum. Wenn es die klimatischen Bedingungen erlauben, werden nacheinander 2 Jahresbruten aufgezogen, ehe die Vögel ab Ende September den Zug in die Überwinterungsgebiete antreten.




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